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Gutachten 2. Juli 2026 Henry Goecke / Christian Kestermann / Hilmar Klink / Marco Trenz / Benita Zink Die ökonomische Bedeutung der Gießerei-Industrie in Deutschland

Die Gießerei-Industrie in Deutschland ist ein zentraler Bestandteil industrieller Wertschöpfungsketten und weit über ihre direkten Kennzahlen hinaus von gesamtwirtschaftlicher Bedeutung.

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Die ökonomische Bedeutung der Gießerei-Industrie in Deutschland
Gutachten 2. Juli 2026 Henry Goecke / Christian Kestermann / Hilmar Klink / Marco Trenz / Benita Zink

Die ökonomische Bedeutung der Gießerei-Industrie in Deutschland

Studie für den Bundesverband der Deutschen Gießerei Industrie e.V.

Henry Goecke / Christian Kestermann / Hilmar Klink / Marco Trenz / Benita Zink Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Die Gießerei-Industrie in Deutschland ist ein zentraler Bestandteil industrieller Wertschöpfungsketten und weit über ihre direkten Kennzahlen hinaus von gesamtwirtschaftlicher Bedeutung.

Im Jahr 2025 umfasst sie 545 Unternehmen mit 67.700 Arbeitsplätzen, 4,9 Milliarden Euro Wertschöpfung und einem Produktionswert von 14 Milliarden Euro. Die Branche ist überwiegend mittelständisch geprägt, sichert qualifizierte industrielle Beschäftigung und ist besonders stark in ländlichen Räumen verankert. Zugleich ist sie technologisch und strukturell sehr heterogen: Sie deckt ein breites Spektrum an Werkstoffen, Verfahren und Anwendungen ab und ermöglicht damit eine große Bandbreite an Gussteilen, von Standardkomponenten bis hin zu komplexen und sicherheitsrelevanten Bauteilen für nahezu alle Industriezweige. Zu den wichtigsten Abnehmern zählen vor allem die Automobilindustrie und der Maschinenbau, daneben aber auch die Elektroindustrie, die Metallindustrie sowie bau-, reparatur- und instandhaltungsnahe Bereiche.

Ihre gesamtwirtschaftliche Bedeutung geht dabei weit über die Branche selbst hinaus. Einschließlich indirekter und induzierter Effekte umfasst der ökonomische Fußabdruck der Gießerei-Industrie rund 125.000 Arbeitsplätze und 10,3 Milliarden Euro Wertschöpfung. Noch deutlicher wird ihre Reichweite in den nachgelagerten Wertschöpfungsketten: Das gussintensive Kundennetzwerk steht für 3,85 Millionen Erwerbstätige und 428 Milliarden Euro Wertschöpfung. Jeder Euro Wertschöpfung in der Gießerei-Industrie ermöglicht damit 87 Euro Wertschöpfung in den gussintensiven Kundenbranchen. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass deutsche Gussteile in vielen Anwendungen nur eingeschränkt ersetzbar sind. Knapp drei Viertel der gussverwendenden Unternehmen sehen keine einfachen gleichwertigen Alternativen, 58 Prozent erwarten bei einem Rückgang der inländischen Gussproduktion direkte Einschränkungen ihrer Produktionskapazitäten im Inland. Vor diesem Hintergrund wäre ein weiterer Kapazitätsverlust ein gesamtwirtschaftliches Risiko. Im Negativszenario eines Rückgangs der inländischen Gussproduktion um 50 Prozent würde die gesamtwirtschaftliche Wertschöpfung um rund 65 Milliarden Euro sinken und es gingen rund 588.000 Arbeitsplätze verloren. Umgekehrt zeigt die Studie auch das Potenzial einer starken industriellen Basis: In einem Positivszenario könnte die Gießerei-Industrie von einer Reindustrialisierung in Deutschland mit zusätzlich 0,87 Milliarden Euro Wertschöpfung und rund 12.000 Arbeitsplätzen profitieren.

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Gutachten 2. Juli 2026 Henry Goecke / Christian Kestermann / Hilmar Klink / Marco Trenz / Benita Zink

Die ökonomische Bedeutung der Gießerei-Industrie in Deutschland

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