Arbeitskämpfe verursachen negative externe Effekte. Daher stellt sich die Frage, ob und inwieweit sich diese durch Schlichtungen vermeiden ließen.
Die Schlichtung von Tarifverhandlungen: Potenziale und ordnungspolitische Ableitungen
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Arbeitskämpfe verursachen negative externe Effekte. Daher stellt sich die Frage, ob und inwieweit sich diese durch Schlichtungen vermeiden ließen.
Hierzu legt Hagen Lesch in diesem Beitrag eine quantitative und qualitative Untersuchung vor. Aus der Analyse von 408 Tarifkonflikten in 30 Tarifbereichen mit 55 Schlichtungen in den Jahren 2000 bis 2025 geht hervor, dass fast drei Viertel aller Schlichtungen erfolgreich waren. Das setzt allerdings die Wahl eines optimalen Zeitpunkts voraus, der vor, aber auch nach einem Arbeitskampf liegen kann. Dies bestätigen auch zehn leitfadengestützte Interviews mit Schlichtern. Die Befragten sind sich weitgehend einig, dass Schlichtern besonderes Vertrauen entgegengebracht wird und dass sie Prestigeverluste auffangen können, was zur Befriedung beiträgt. Aus den empirischen Befunden lässt sich folgern, dass tarifliche Schlichtungen Arbeitskämpfe vermeiden können – aber nicht zwangsläufig. Es fragt sich, ob in Branchen, die bisher keine Schlichtungsvereinbarungen getroffen haben, eine Nutzung dieses Instruments helfen könnte, Eskalationen in Tarifverhandlungen zu reduzieren.
Die Schlichtung von Tarifverhandlungen: Potenziale und ordnungspolitische Ableitungen
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Europäische Mindestlohnrichtlinie und Stärkung der Tarifbindung
Die EU-Mindestlohnrichtlinie empfiehlt den EU-Mitgliedstaaten zur Sicherung angemessener Mindestlöhne eine tarifvertragliche Reichweite von 80 Prozent.
IW
Tarifgeltung und Lohnquote im internationalen Vergleich
Untersucht wird, ob ein hoher Tarifgeltungsgrad die funktionale Einkommensverteilung zwischen Unternehmen und Arbeitnehmern beeinflusst.
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