Erst die physische Beweglichkeit von Menschen und Gütern erlaubt es, die Vorteile von Agglomeration und Konzentration praktisch zu nutzen. Der Transportsektor ist die Grundlage für arbeitsteiliges Wirtschaften und die heute gängige Trennung von Wohn- und Arbeitsort. Der hohe Nutzen von Verkehr ist unbestreitbar und es ist ebenso gesichert, dass der Nutzen des Verkehrs aus Sicht der Verkehrsteilnehmer über seinen Kosten liegt – sonst würden sie schlicht zu Hause bleiben. Aber das ist leider nur eine Seite der Medaille, denn der Transport von Personen und Gütern ist auch mit erheblichen Belastungen für die Gesellschaft verbunden. Er benötigt eine kapitalintensive Infrastruktur, die von der Gesellschaft finanziert werden muss. Diese Last ließ sich aber bislang immer bequem durch Steuern und Abgaben der Nutzer schultern. Doch neben diesen offensichtlichen Kosten, die im Staatshaushalt auftauchen, gibt es noch weitere unerwünschte Folgen des Transportes. Verkehrsunfälle, Lärm und Schadstoffemissionen sind mit ihm verbunden und stellen eine zusätzliche Belastung der Gesellschaft dar. Auch diese Belastungen müssen berücksichtigt werden, wenn man ein gesamtwirtschaftlich effizientes Transportsystem aufbauen will. Man kann nun einwenden, dass diese Folgen ja wohl jedem Verkehrsteilnehmer bewusst sind. Hieraus kann dann gefolgert werden, dass die Wertschätzung der Mobilität so hoch ist, dass die Gesellschaft offenbar bereit ist, die auftretenden Belastungen zu tolerieren. Doch in dieser Argumentation besteht das Problem, dass die Nutznießer des Verkehrs nicht unbedingt deckungsgleich mit denen sind, die die unerwünschten Folgen zu tragen haben. Es besteht auch häufig kein Marktmechanismus, der für einen Ausgleich zwischen diesen Gruppen sorgt. Wenn dies der Fall ist, muss man davon ausgehen, dass erhebliche Anteile an den unerwünschten Folgen des Verkehrs von den Verkehrsteilnehmern bei ihrer Konsumentscheidung ignoriert werden. In diesem Zusammenhang spricht man dann von externen Effekten des Verkehrs, die wiederum die Basis für das Konzept der externen Kosten bilden.

Kurzstudie

Externe Kosten des Straßenverkehrs in Deutschland – Aufdatierung für 2010

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9. November 2017

Thomas Puls / Thilo Schaefer Klimapolitik: Die CO2-WeltArrow

Das große Ziel der internationalen Klimapolitik ist die Verringerung der globalen Kohlendioxid-Emissionen. Darum geht es auch auf dem derzeit in Bonn stattfindenden UN-Klimagipfel. Dies ist keine leichte Aufgabe – vor allem in Anbetracht der sich rasant entwickelnden Volkswirtschaften in China und Indien. Die CO2-Welt in Grafiken. mehr auf iwd.de

Leverkusener Brücke
IW-Nachricht, 11. Oktober 2017

Thomas Puls Leverkusener Brücke: Nur die Spitze des EisbergsArrow

Das Bundesverwaltungsgericht hat heute den Weg frei gemacht für den Ersatzneubau der Leverkusener Brücke. Damit kann an einem der größten Nadelöhre des deutschen Fernstraßennetzes ab dem Frühjahr endlich gebaut werden. Aber die Brücke in Leverkusen ist nur die Spitze des Eisbergs. mehr

13. September 2017

Hubertus Bardt Autonomes Fahren: Kennzeichen DArrow

Erst Dieselgate, dann der Verdacht auf Kartellabsprachen – an Negativschlagzeilen herrscht für VW und Co. schon seit geraumer Zeit kein Mangel. Die Besorgnis wächst, dass Deutschlands wichtigster Industriezweig im internationalen Wettbewerb unter die Räder geraten könnte. Hoffnung macht ausgerechnet jener technologische Trend, von dem es immer noch heißt, die hiesigen Autobauer würden ihn verschlafen: das autonome Fahren. mehr auf iwd.de