Erst die physische Beweglichkeit von Menschen und Gütern erlaubt es, die Vorteile von Agglomeration und Konzentration praktisch zu nutzen. Der Transportsektor ist die Grundlage für arbeitsteiliges Wirtschaften und die heute gängige Trennung von Wohn- und Arbeitsort. Der hohe Nutzen von Verkehr ist unbestreitbar und es ist ebenso gesichert, dass der Nutzen des Verkehrs aus Sicht der Verkehrsteilnehmer über seinen Kosten liegt – sonst würden sie schlicht zu Hause bleiben. Aber das ist leider nur eine Seite der Medaille, denn der Transport von Personen und Gütern ist auch mit erheblichen Belastungen für die Gesellschaft verbunden. Er benötigt eine kapitalintensive Infrastruktur, die von der Gesellschaft finanziert werden muss. Diese Last ließ sich aber bislang immer bequem durch Steuern und Abgaben der Nutzer schultern. Doch neben diesen offensichtlichen Kosten, die im Staatshaushalt auftauchen, gibt es noch weitere unerwünschte Folgen des Transportes. Verkehrsunfälle, Lärm und Schadstoffemissionen sind mit ihm verbunden und stellen eine zusätzliche Belastung der Gesellschaft dar. Auch diese Belastungen müssen berücksichtigt werden, wenn man ein gesamtwirtschaftlich effizientes Transportsystem aufbauen will. Man kann nun einwenden, dass diese Folgen ja wohl jedem Verkehrsteilnehmer bewusst sind. Hieraus kann dann gefolgert werden, dass die Wertschätzung der Mobilität so hoch ist, dass die Gesellschaft offenbar bereit ist, die auftretenden Belastungen zu tolerieren. Doch in dieser Argumentation besteht das Problem, dass die Nutznießer des Verkehrs nicht unbedingt deckungsgleich mit denen sind, die die unerwünschten Folgen zu tragen haben. Es besteht auch häufig kein Marktmechanismus, der für einen Ausgleich zwischen diesen Gruppen sorgt. Wenn dies der Fall ist, muss man davon ausgehen, dass erhebliche Anteile an den unerwünschten Folgen des Verkehrs von den Verkehrsteilnehmern bei ihrer Konsumentscheidung ignoriert werden. In diesem Zusammenhang spricht man dann von externen Effekten des Verkehrs, die wiederum die Basis für das Konzept der externen Kosten bilden.

Kurzstudie

Externe Kosten des Straßenverkehrs in Deutschland – Aufdatierung für 2010

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„Es besteht die Chance, dass vieles besser wird”
Interview, 30. Mai 2017

Thomas Puls im Deutschlandfunk „Es besteht die Chance, dass vieles besser wird”Arrow

Autobahnen in gutem Zustand, finanzielle Anreize für baustellenfreien Verkehr, geringere Bauzeiten: Die Vorteile einer Autobahngesellschaft, wie sie die Große Koalition plant, überwiegen. Öffentlich-private Partnerschaften könnten hier durchaus sinnvoll sein, erklärte IW-Ökonom Thomas Puls im Deutschlandfunk. mehr

CO2-Regulierung des Straßenverkehrs in Europa – ein Kompendium
Gutachten, 10. Mai 2017

Thomas Puls CO2-Regulierung des Straßenverkehrs in EuropaArrow

Der Verkehrssektor steht bei der Dekarbonisierung vor besonderen Herausforderungen, denn der Bedarf an Mobilität von Personen und Gütern nimmt global rasant zu, vor allem in den aufstrebenden Schwellenländern. Aufgrund seiner Schlüsselstellung für die Mobilität wird die künftige Kohlendioxid-Regulierung von Pkw und Lkw eine gewichtige Rolle für die Klimapolitik spielen. mehr

CO2 Compendium on CO2 regulation for motor vehicles in Europe
Veranstaltung, 9. Mai 2017

Presentation CO2 Compendium on CO2 regulation for motor vehicles in Europe Arrow

The transportation sector faces special challenges in the process of decarbonisation, since the need for mobility – both for people and goods – is rapidly increasing around the world, especially in the emerging economies. Because of road traffic’s key position in mobility, the future CO2 regulation of cars and trucks will play a substantial role in climate policy. mehr