Der Corona-Schock hat die Eigenkapitalbasis von Unternehmen geschwächt. Damit in Zukunftstechnologien investiert werden kann, müssen viele Unternehmen erst ihre Eigenkapitalbasis stärken, bevor sie Kredite zur Finanzierung von neuen Investitionen nachfragen werden. Die Rahmenbedingungen müssen so gesetzt werden, dass den Unternehmen die Stärkung ihrer Bilanzen zeitnah gelingen kann. Das Papier der Landesregierung, die beiden Arbeitspapiere der Kreditwirtschaft NRW und das Konjunkturpaket der Bundesregierung schlagen Maßnahmen vor, die es in NRW umzusetzen gilt.

Die Task Force Banken hat wichtige Impulse für das Krisenmanagement in NRW gegeben. Sie besteht aus Vertretern des Bankenverbands NRW, des Genossenschaftsverbands und der DZ Bank, des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbands und des Sparkassenverbands Westfalen-Lippe sowie der Hauptverwaltung in NRW, der Deutschen Bundesbank und der NRW.BANK. Die Task Force stand dabei in engem Austausch mit der IHK NRW, Handwerk.NRW, unternehmer nrw und dem Handelsverband Nordrhein-Westfalen. Als erstes Ergebnis der Zusammenarbeit entstand das Arbeitspapier „Vorschläge der Kreditwirtschaft Nordrhein-Westfalen für die Wiederanlauf- und Folgephase der Corona-Pandemie“ vom 30.4.2020 mit gemeinsamen Einschätzungen und Handlungsempfehlungen zur Anpassung und Erweiterung der kreditwirtschaftlichen Fördermaßnahmen. Eine substanzielle Aktualisierung wurde am 5.6.2020 veröffentlicht. Darin wird die aktuelle Lage im Hinblick auf das Konjunkturpaket der Bundesregierung und des Strategiepapiers „10 Impulse zur Stärkung von Konjunktur und Wachstum“ der Landesregierung Nordrhein-Westfalen vom 22.5.2020 neu bewertet und es werden zusätzliche Handlungsbedarfe formuliert.