1. Home
  2. Studien
  3. KOFA-Studie 1/2022: Ältere am Arbeitsmarkt – Herausforderungen und Chancen für die Fachkräftesicherung
Filiz Koneberg / Anika Jansen Gutachten 18. März 2022 KOFA-Studie 1/2022: Ältere am Arbeitsmarkt – Herausforderungen und Chancen für die Fachkräftesicherung

Die aktuelle Engpassanalyse des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA) analysiert die Altersstruktur der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland und widmet sich vor allem der Rolle der Älteren für die Fachkräftesicherung.

PDF herunterladen
Gutachten
Ältere am Arbeitsmarkt – Herausforderungen und Chancen für die Fachkräftesicherung
Filiz Koneberg / Anika Jansen Gutachten 18. März 2022

KOFA-Studie 1/2022: Ältere am Arbeitsmarkt – Herausforderungen und Chancen für die Fachkräftesicherung

Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Die aktuelle Engpassanalyse des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA) analysiert die Altersstruktur der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland und widmet sich vor allem der Rolle der Älteren für die Fachkräftesicherung.

Durch den demografischen Wandel und eine erhöhte Erwerbsbeteiligung in der Altersklasse der 55- bis 65-Jährigen ist der Anteil der Beschäftigten über 55 Jahren in den letzten Jahren stark gestiegen. So gab es im Jahr 2020 7,3 Millionen Ältere unter den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Diese werden voraussichtlich in den nächsten zehn Jahren in die Rente überwechseln. Das stellt die Fachkräftesicherung in Deutschland vor Herausforderungen: Wenn weniger junge Menschen nachkommen, die in den Arbeitsmarkt eintreten können und die Nachfrage an Fachkräften gleichbleibt – also kein Stellenabbau stattfindet – könnte die Renteneintrittswelle aktuelle Fachkräfteengpässe verschärfen und sogar zu neuen Engpässen führen.

So werden in den nächsten zehn Jahren rund zwei Millionen ältere Beschäftigte Berufe verlassen, in denen Fachkräfte bereits jetzt knapp sind. Im Berufsfeld Bau, Architektur und Vermessung treffen ein besonders hoher Anteil an älteren Beschäftigten und ein bereits bestehender Fachkräftemangel aufeinander: 26,1 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten waren in 2020 55 Jahre oder älter, während im September 2021 rund die Hälfte der Stellen (52,1 Prozent) rein rechnerisch nicht besetzt werden konnte.

Besonders betroffen von einer möglichen Verschärfung der Fachkräfteengpässe könnten die Berufe Führer/innen von Erdbewegungsmaschinen, Berufskraftfahrer/innen im Güterverkehr, aber auch Spezialist/innen für die Aufsicht und Führung in der Gesundheits- und Krankenpflege sein. Auch für Expert/innen in der Altenpflege könnte sich die Fachkräftesituation verschärfen.

Bei der Betrachtung des Ausbildungsverhaltens zeigt sich, dass in Engpassberufen, in denen bereits im Jahr 2013 schon viele Ältere unter den Beschäftigten waren, das Ausbildungsplatzangebot deutlich erhöht wurde.

PDF herunterladen
Gutachten
Ältere am Arbeitsmarkt – Herausforderungen und Chancen für die Fachkräftesicherung
Filiz Koneberg / Anika Jansen Gutachten 18. März 2022

KOFA-Studie 1/2022: Ältere am Arbeitsmarkt – Herausforderungen und Chancen für die Fachkräftesicherung

Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Indien als wichtiges Fokusland bei der Fachkräfteeinwanderung
Gesina Leininger / Nora Rohr / Luena Zifle / Dirk Werner IW-Kurzbericht Nr. 9 28. Februar 2024

Indien als wichtiges Fokusland bei der Fachkräfteeinwanderung

Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz 2020 vereinfacht im Zusammenspiel mit der beruflichen Anerkennung die Einwanderung für Fachkräfte aus Drittstaaten. Es gilt für Deutschland, diese neuen Potenziale zu identifizieren. In diesem Kurzbericht liegt der Fokus auf ...

IW

Artikel lesen
Alexander Burstedde / Jurek Tiedemann Pressemitteilung 26. Februar 2024

Digitalisierungsberufe: Bis 2027 fehlen 128.000 Fachkräfte

Deutschland will digital werden. Dafür braucht es in Zukunft weitaus mehr Fachkräfte. Eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, in welchen Digitalisierungsberufen bis 2027 die meisten Stellen unbesetzt bleiben dürften.

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880