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Heide Haas IW-Policy Paper Nr. 6 20. Februar 2015 Bankenregulierung und die Folgen für die Immobilienwirtschaft

Mit der voranschreitenden internationalen Verflechtung der Finanzmärkte und den damit einhergehenden Risiken sind auch die regulatorischen Bemühungen – insbesondere auf supranationaler Ebene – in einem steten Wandel begriffen.

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Bankenregulierung und die Folgen für die Immobilienwirtschaft
Heide Haas IW-Policy Paper Nr. 6 20. Februar 2015

Bankenregulierung und die Folgen für die Immobilienwirtschaft

Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Mit der voranschreitenden internationalen Verflechtung der Finanzmärkte und den damit einhergehenden Risiken sind auch die regulatorischen Bemühungen – insbesondere auf supranationaler Ebene – in einem steten Wandel begriffen.

 Institutionell zeigen sich diese Bemühungen am längsten sowie am stärksten in der Institution des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht (Basel Committee on Banking Supervision, BCBS) an der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (Bank for International Settlements, BIS). Seit seiner Gründung im Jahr 1974 durch die Zentralbankpräsidenten der G10-Nationen bildet der Ausschuss die bedeutendste Zentralbankenorganisation, die thematisch auf Aufsichtsaufgaben fokussiert ist. Die international ausgerichteten Standards des BCBS, die ursprünglich dazu entwickelt wurden, um vorrangig international tätige Banken mit einem besseren Risikoschutz auszustatten und damit krisenresistenter zu machen, sind mittlerweile die treibende Kraft hinter regulatorischen Bemühungen in der weltweiten Bankenlandschaft.

Die im Nachgang der jüngsten Finanz- und Wirtschaftskrise veröffentlichten Standards von Basel III stellen einhergehend mit weiteren darüber hinausgehenden regulatorischen Bemühungen eine neue Herausforderung sowohl für die Bankenlandschaft als auch für die von deren Kreditvergabe abhängige Realwirtschaft dar. Das enge Zusammenspiel zwischen Finanz- und Realwirtschaft zeigt sich nirgendwo so deutlich wie in der Immobilienwirtschaft. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass Baumaßnahmen, Reparaturen, Modernisierungen und der Kauf von Immobilien meist sehr kapitalintensiv sind und somit zu deren Finanzierung Fremdkapital benötigt wird. Durch diese engen Zusammenhänge haben Rahmenbedingungen der Kreditvergabe wie die Zinsbindung und weitere Kreditvergabestandards einen nachweislichen Einfluss auf die Preisentwicklungen auf Immobilienmärkten (vgl. Jäger/Voigtländer, 2006).

Vor diesem Hintergrund ist die Auseinandersetzung mit neuen regulatorischen Anforderungen von Seiten der Immobilienwirtschaft von besonderer Bedeutung. Das Ziel der folgenden Untersuchung besteht darin, potenzielle Auswirkungen des neuen regulatorischen Umfeldes von Banken auf die Immobilienwirtschaft in Deutschland zu skizzieren. Nach einem kurzen Blick auf die Finanzierungsanforderungen der Immobilienwirtschaft (Kapitel 2) werden in Kapitel 3 wesentliche regulatorische Neuerungen dargestellt, von denen die aktuelle wie auch die künftige Kreditvergabe der Banken beeinträchtigt werden können. Potenzielle Wirkungen der Regularien auf die Kreditvergabepraxis an die Immobilienwirtschaft werden in Kapitel 4 auf Grundlage von Umfrageergebnissen – unter anderem denen des Bank Lending Surveys der EZB – diskutiert. Im Fazit werden die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst und wirtschaftspolitische Handlungsmöglichkeiten vorgeschlagen.

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