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Hochschulen im Osten sind besonders innovativ: Der Mars-Rover „Asterope" der Technischen Universität Dresden holte bei der European Rover Challenge 2025 den 2. Platz. (© Getty editorial / NurPhoto)
Pressemitteilung 28. April 2026 Enno Kohlisch / Oliver Koppel

Innovationen: Ost-Hochschulen melden doppelt so viele Patente an

Bei Patentanmeldungen hängen ostdeutsche Hochschulen westdeutsche ab, zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Spitzenreiter Sachsen meldet fast dreimal so viele Patente an wie der Bundesdurchschnitt.

Die Hochschulen in den ostdeutschen Bundesländern melden pro 1.000 Studenten 3,9 Patente an. Das sind mehr als doppelt so viele wie in Westdeutschland, wo nur 1,8 Patente pro 1.000 Studenten angemeldet werden, zeigt eine neue IW-Studie. Besonders innovativ sind Sachsens Hochschulen mit 5,4 Patenten pro 1.000 Studenten, gefolgt von Thüringens Hochschulen mit 4,7. Die wenigsten Patente stammen von Hochschulen in Berlin und Nordrhein-Westfalen, die nur auf etwas mehr als ein Patent pro 1.000 Studenten kommen. Der Bundesdurchschnitt liegt bei zwei.

TU Freiberg ist Spitzenreiter

An der Spitze bei den Einzelhochschulen ist die Technische Universität Bergakademie Freiberg mit rund 24 Patentanmeldungen je 1.000 Studenten. Einen Sprung macht die Technische Universität Ilmenau: Mit 18 Anmeldungen schiebt sie sich auf Platz 2, zuletzt kamen etwa 12 Patente aus der thüringischen Hochschulstadt. Die Medizinische Hochschule Hannover folgt mit 13 Anmeldungen. 

Innerhalb von fünf Jahren haben deutsche Hochschulen fast 5.000 Patente angemeldet. Etwa 300 davon gehen auf die Technische Universität Dresden zurück, gefolgt von der Technischen Universität München mit knapp 230 und der RWTH Aachen mit 220 Anmeldungen.

Hochschulen sind wichtige Patentpartner

Fast jedes dritte Hochschulpatent entsteht in Kooperation mit Partnern – bei anderen Patentanmeldern in Deutschland nur etwa jedes zwanzigste. Besonders häufig sind große deutsche Konzerne beteiligt, die an mehr als einem Drittel aller Hochschulkooperationen mitwirken. „Wer heute ein Patent anmeldet, bringt häufig morgen ein neues Produkt auf den Markt. Für Unternehmen sind Hochschulen damit wichtige Ideenschmieden“, so IW-Experte Oliver Koppel.
 

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IW-Kurzbericht 31/2026
IW-Kurzbericht Nr. 31 28. April 2026 Philipp Grätz / Enno Kohlisch / Oliver Koppel

Kooperationen prägen das Innovationsgeschehen deutscher Hochschulen

Philipp Grätz / Enno Kohlisch / Oliver Koppel Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

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