1. Home
  2. Presse
  3. Pressemitteilungen
  4. Konjunkturprognose: Im Sinkflug
Zeige Bild in Lightbox
(© Foto: iStock)
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Michael Grömling Pressemitteilung 19. September 2018

Konjunkturprognose: Im Sinkflug

Der Machtkampf zwischen den USA und China ist auch hierzulande zu spüren, die Exporte gehen zurück, Unternehmen investieren wieder weniger. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) korrigiert deshalb seine Konjunkturprognose nach unten.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

In diesem Jahr steigt das Bruttoinlandsprodukt nur um 1,8 Prozent, das sind 0,2 Prozentpunkte weniger als noch im Frühjahr prognostiziert. Das liegt vor allem am Protektionismus, der weltweit seine Spuren hinterlässt. Vor allem die „America first“-Politik von US-Präsident Donald Trump sowie der Handelskonflikt mit China wirken sich auf den globalen Handel und die Wirtschaft hierzulande spürbar aus. 

Allerdings dämpft nicht nur Trump die Konjunktur. Auch steigende Energiepreise bremsen die Wirtschaft: Vor allem produzierende Unternehmen leiden unter den Mehrkosten. Zudem ist das Wachstum in vielen Schwellenländern, die sich in den vergangenen Jahren gut entwickelt haben, spürbar zurückgegangen – auch das bremst die Exporte und gleichzeitig die Investitionen in Deutschland.

Doch es gibt es auch gute Nachrichten: Privater und öffentlicher Konsum sind anhaltend robust und sorgen dafür, dass die Wirtschaft zukünftig nicht stagniert. Auch auf dem Arbeitsmarkt sieht es gut aus: Die Beschäftigung steigt weiter und die Arbeitslosenquote sinkt 2019 im Jahresdurchschnitt auf rund fünf Prozent. 

Trotzdem wird der Machtkampf zwischen den USA und China auch im kommenden Jahr hierzulande spürbar sein. Für 2019 rechnet das IW deshalb nur noch mit einer Steigerung des Bruttoinlandsprodukts von 1,4 Prozent. „Die USA und China gehören zu den wichtigsten Handelspartnern Deutschlands“, sagt IW-Direktor Michael Hüther. Ein Land, dessen Erfolg in hohem Maße vom Export abhänge, spüre deshalb die Auswirkungen von Handelssanktionen besonders deutlich. „Gleichzeitig lebt das deutsche Wachstum stark von der Entwicklung der Schwellenländer“, sagt Hüther. Wenn China nun langsamer wächst, also statt den offiziellen rund sieben Prozent nur ein Wachstum von 6,5 Prozent verzeichnet, dämpft das ebenfalls die deutsche Wirtschaft. Inoffizielle Schätzungen gehen von weniger aus.

Datei herunterladen

IW-Forschungsgruppe Gesamtwirtschaftliche Analysen und Konjunktur: Im Sinkflug - IW-Konjunkturprognose Herbst 2018

IW-Trends

Datei herunterladen

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Der Krieg kostet die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr 175 Milliarden Euro
Michael Grömling IW-Nachricht 23. Januar 2023

Wohlstandsverluste: Der Krieg kostet die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr 175 Milliarden Euro

Nach drei Jahren haben die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie endlich nachgelassen – das trifft aber noch längst nicht auf den Ukrainekrieg zu: Neue IW-Berechnungen beziffern die wirtschaftlichen Einbußen in 2023 auf 175 Milliarden Euro. Das entspricht ...

IW

Artikel lesen
Michael Hüther im Handelsblatt-Podcast Audio 13. Januar 2023

„Die Fiskalpakete von Joe Biden haben die deutsche Wirtschaft begünstigt.“

Keine Angst vor den gewaltigen US-Fiskalpaketen mit hohen Subventionen. So lautet das Credo von IW-Direktor Michael Hüther im Gespräch mit Nicole Bastian, die HRI-Präsdient Bert Rürup in dieser Folge vertritt. Kooperation statt Konfrontation mit den USA sollte ...

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880