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Zeige Bild in Lightbox Reparaturarbeiten an den durch einen Sabotageakt beschädigten Stromkabeln der Leitung zum Kraftwerk Lichterfelde.
Kraftwerk Lichtenberg in Berlin: Wiederinbetriebnahme nach Anschlag auf Infrastruktur (© Getty Images)
Pressemitteilung 26. Januar 2026 Hubertus Bardt / Simon Gerards Iglesias / Alexander Radunz / Klaus-Heiner Röhl

Gesamtverteidigung: Nur jedes vierte Unternehmen hat Notfallpläne für den Kriegsfall

Für eine wirksame Abschreckung gegenüber Russland muss auch die Wirtschaft eingebunden sein. Doch bislang sind nur wenige auf Ausfälle der Infrastruktur oder der Lieferketten vorbereitet, wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt. Anders sieht es bei Cybergefahren aus.

Viele Unternehmen in Deutschland sind nur bedingt auf einen möglichen Kriegsfall vorbereitet. Wie eine repräsentative Befragung des IW aus dem Herbst zeigt, haben nur 22 Prozent der Unternehmen Vorsorgemaßnahmen für Infrastrukturausfälle getroffen. 17 weitere Prozent planen entsprechende Schritte. Auf Personalausfälle, etwa wenn Reservisten eingezogen werden, sind lediglich rund fünf Prozent vorbereitet.

Cyber-Risiken im Blick, Lieferketten oft ungesichert

Bei bereits bekannten Formen der hybriden Kriegsführung sind viele Unternehmen besser aufgestellt. Rund 86 Prozent aller Betriebe und 97 Prozent der Großunternehmen haben etwa Maßnahmen zur Abwehr von Cyberangriffen getroffen. Zudem bereitet sich schon mehr als die Hälfte der Unternehmen auf Desinformation, Sabotage und Spionage vor. Insgesamt planen in allen abgefragten Bereichen Firmen weitere Schritte. Das deutet auf eine wachsende Sensibilität für Sicherheitsrisiken hin.

In vielen Bereichen bestehen allerdings Defizite. Nur etwa jedes fünfte Unternehmen hat bislang begonnen, seine Lieferketten für den Konfliktfall abzusichern. Schwach ausgeprägt bleibt darüber hinaus die Zusammenarbeit mit Sicherheitsbehörden. Nur rund zehn Prozent der Unternehmen stehen in regelmäßigem Austausch, weitere vier Prozent planen entsprechende Kontakte.

Verteidigung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe

„In den Konflikten von heute gerät die zivile Wirtschaft immer stärker ins Fadenkreuz feindlicher Mächte“, sagt IW-Geschäftsführer Hubertus Bardt. Für ein glaubwürdiges gesamtgesellschaftliches Abschreckungssignal müssten sich die Unternehmen deshalb stärker als Teil der Landesverteidigung sehen. „Ohne eine gut vorbereitete Wirtschaft ist die Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeit unvollständig“, sagt IW-Sicherheitsexperte. Dabei seien Notfall- und Krisenpläne ebenso entscheidend wie eine verbesserte Kommunikation zwischen Militär, Wirtschaft und Hilfsorganisationen.
 

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Die Rolle der Privatwirtschaft in der Gesamtverteidigung Deutschlands – Ergebnisse einer Unternehmensbefragung
IW-Trends Nr. 4 26. Januar 2026 Hubertus Bardt / Simon Gerards Iglesias / Alexander Radunz / Klaus-Heiner Röhl

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Hubertus Bardt / Simon Gerards Iglesias / Alexander Radunz / Klaus-Heiner Röhl Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

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