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Kraftstoffpreise IW-Nachricht 21. März 2010

Technik spart Kosten

In Deutschland mehren sich die Stimmen, die eine Erhöhung der Energiesteuern im Straßenverkehr verlangen. In Anbetracht schrumpfender Ölreserven und steigender Nachfrage nach dem schwarzen Gold ist allerdings auch ohne neue Steuern mit einem mittelfristigen Anstieg der Kraftstoffpreise zu rechnen. Beides belastet Autofahrer erheblich. Allerdings gibt es auch einen gegenläufigen Trend, denn die Kraftstoffeffizienz des Verkehrs hat sich in den vergangenen beiden Jahrzehnten stark verbessert.

Es gibt viele Gründe anzunehmen, dass Kraftstoffe in Zukunft teurer werden. Die Weltnachfrage nach Mobilität und damit auch nach Benzin und Diesel wird zunehmen, während die günstig zu fördernden Rohölreserven schwinden. Nun kommt auch noch eine Debatte um höhere Energiesteuern auf. Das Umweltbundesamt regt an, die Kraftstoffsteuern für Benzin bis 2020 um 46 Prozent und für Diesel um 84 Prozent zu erhöhen – und auch der Bundespräsident hat Überlegungen in diese Richtung angestellt.

In der Summe bedeuten steigende Produktpreise und Steuern eine erhebliche Mehrbelastung der Autofahrer. Erfahrungen zeigen, dass eine einprozentige Kraftstoffpreiserhöhung die Fahrleistungen um 0,25 Prozent verringert. Autofahrer müssen also einiges an Mehrkosten schultern. Allerdings gibt es auch einen kostenmindernden Trend. Die Kraftstoffe werden heute effizienter genutzt als vor 20 Jahren. Der notwendige Energieeinsatz pro 100 Leistungseinheiten – auf diese Weise wird der Güter- und der Personenverkehr gemessen – hat sich zwischen 1990 und 2008 um fast 58 Prozent reduziert. Das war vor allem auf die bessere Technik in Neuwagen zurückzuführen – und der Trend hat sich seit der Jahrtausendwende deutlich beschleunigt. Effizientere Technik hat den Autofahrern also bereits einiges erspart und dürfte auch in Zukunft die Kostensteigerungen dämpfen.

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