1. Home
  2. Presse
  3. IW-Nachrichten
  4. Homeoffice und mobiles Arbeiten: Der Rechtsanspruch ist ein Irrweg
Zeige Bild in Lightbox
(© Foto: iStock)
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Oliver Stettes IW-Nachricht 27. Februar 2019

Homeoffice und mobiles Arbeiten: Der Rechtsanspruch ist ein Irrweg

Die SPD will ein Recht auf mobiles Arbeiten und Homeoffice im Gesetz festschreiben. Vielerorts haben Unternehmen und Beschäftigte dazu bereits Vereinbarungen getroffen, wenn sich beide davon Vorteile versprechen. Ein Rechtsanspruch droht dieses Gefüge aus der Balance zu bringen.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mobiles Arbeiten von unterwegs oder Arbeiten im Homeoffice sind gute Möglichkeiten, berufliche und private Anforderungen miteinander in Einklang zu bringen. Die Unternehmen profitieren so von zufriedeneren Mitarbeitern, steigern ihre Attraktivität als Arbeitgeber und können Produktivitätsvorteile bewahren oder vergrößern – vorausgesetzt, die betrieblichen Abläufe werden nicht gestört.

Unternehmenskultur ist entscheidend

Und darin liegt die Krux eines Rechtsanspruchs: Viele Tätigkeiten sind aufgrund des Aufgabenprofils an einen konkreten Arbeitsort gebunden. Oft hängt es aber auch von der Arbeitskultur des Unternehmens und damit von den Menschen ab, ob sich das flexible Arbeiten räumlich und zeitlich in die Arbeitsprozesse integrieren lässt.

Konflikte vor Arbeitsgerichten drohen

Bei einem freiwilligen Ausbalancieren des Machbaren werden diese Aspekte momentan richtig gewichtet – bei einem Rechtsanspruch ist dies fraglich. Stattdessen drohen Konflikte auf betrieblicher Ebene, die schnell vor den Arbeitsgerichten landen können. Dann entscheiden die Richter, was organisatorisch sinnvoll ist und was nicht. Doch die Art und Weise, wie Arbeitsprozesse organisiert sind, liegt allein in der unternehmerischen Verantwortung und darf nicht gesetzlich geregelt werden.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Es drohen Wohlstandsverluste in Milliardenhöhe
Michael Hüther / Michael Grömling / Jürgen Matthes / Oliver Stettes Pressemitteilung 11. November 2021

Bye-Bye Baby-Boomer: Es drohen Wohlstandsverluste in Milliardenhöhe

Die Baby-Boomer gehen in Rente. Das bremst das Wachstum, weshalb die neue Bundesregierung sich des Themas annehmen muss – und es geht um viel: Mit einer innovations- und investitionsfreundlichen Politik kann der Lebensstandard im Jahr 2035 um rund 3.000 Euro ...

IW

Artikel lesen
Barbara Engels IW-Kurzbericht Nr. 72 1. Oktober 2021

Kaum Dienstreisen während Corona: Unternehmen sparen 11 Mrd. Euro

Die meisten Unternehmen führen seit Beginn der Corona-Pandemie deutlich weniger Dienstreisen durch als vorher. Stattdessen finden viele Meetings virtuell statt. Allein im Jahr 2020 haben die Unternehmen dadurch 11 Milliarden Euro eingespart.

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880