1. Home
  2. Presse
  3. IW-Nachrichten
  4. Kirchentag: Gläubige haben im Schnitt 2,12 Kinder
Zeige Bild in Lightbox
(© Foto: iStock)
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Dominik Enste & Katrin Orth IW-Nachricht 21. Juni 2019

Kirchentag: Gläubige haben im Schnitt 2,12 Kinder

Auf dem evangelischen Kirchentag kommen rund 100.000 Menschen aus 80 Nationen zusammen. Die meisten von ihnen dürften deutlich mehr Kinder haben als der deutsche Durchschnitt, zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Religiöse Menschen haben mehr Kinder, zeigt eine neue IW-Studie: Das gilt für Deutschland, aber auch weltweit. Wer jede Woche in einen Gottesdienst geht, hat im Durchschnitt 2,12 Kinder. Menschen, die nie in die Kirche gehen, haben dagegen gerade einmal 1,64 Kinder. Dieser Trend verstärkt sich seit Jahren: 2007 hatten besonders gläubige Menschen im Durchschnitt 1,94 Kinder. 

Bessere Betreuung, mehr Gemeinschaft

Die Gründe dafür sind vielfältig. Religiöse Menschen haben beispielsweise oft einen besseren Zugang zu kirchlichen Kinderbetreuungsangeboten, dadurch lassen sich Beruf und Familie für sie gut verbinden. Soziologen gehen zudem davon aus, dass religiöse Menschen stärker in Gemeinschaften wie der örtlichen Gemeinde eingebunden sind. Dadurch lässt sich Verantwortung leichter teilen, wer sich unsicher fühlt, bekommt schnell Unterstützung. Ein dritter Grund: Viele Gläubige sehen Kinder als Geschenk Gottes an, entsprechend fällt die Entscheidung für eine große Familie leicht.

Kirche im Dilemma

„In modernen Gesellschaften stecken die Kirchen zunehmend in einem Dilemma“, sagt IW-Ökonom und Studienautor Dominik Enste. „Beharren sie weiter auf ihrem tradierten Familienbild, verlieren sie gemäßigte Mitglieder. Zeigen sie sich liberal, wenden sich besonders religiöse und oft kinderreiche Familien ab.“ Deshalb tun die Kirchen gut daran, weiter in Kindertagesstätten zu investieren: Das könnte den Kirchen dabei helfen, ihre Mitgliederzahlen trotz demografischem Wandel zu stabilisieren – zumindest, wenn die Kinder in den kirchlichen Kindergärten an den Glauben herangeführt würden, beispielsweise bei gemeinsamen Gebeten. 
 

Datei herunterladen

IW-Kurzbericht

Dominik Enste / Katrin Orth: Kirchentage, Kirchenbesuche und Kinderzahl

Datei herunterladen

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Stefan Hradil / Dominik H. Enste / Theresa Eyerund / Jennifer Potthoff Externe Veröffentlichung 27. Oktober 2022

Gespaltene Gesellschaft? Hintergründe, Mythen und Fakten

Im Streit um Impfungen gegen das Coronavirus gibt es bekanntlich zwei Lager, die sich in der deutschen Gesellschaft fast unversöhnlich gegenüberstehen. Die meisten Menschen halten Impfungen für hilfreich und notwendig. Andere meinen dagegen, Impfungen seien zu ...

IW

Artikel lesen
Dominik Enste im Deutschlandfunk Kultur DLF 22. September 2022

Mitarbeitermotivation: Wertschätzung wirkt besser als Geld

Viele Unternehmen leiden unter Personalmangel. Und der Schock ist groß, wenn gute Kräfte plötzlich kündigen. Anreize für Mitarbeitende zu schaffen, wird immer wichtiger, weiß IW-Wirtschaftsethiker Dominik Enste. Mehr Geld reicht da nicht.

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880