Die deutsche Industrie investiert seit Jahren kräftig in den Umweltschutz. Allein die Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe (ohne Bauwirtschaft) geben jährlich rund 8,5 Milliarden Euro aus, um Emissionen zu verringern oder zu vermeiden, indem sie beispielsweise auf Windkraftanlagen umsatteln oder stromsparende Maschinen anschaffen. Bundesweit fließen rund elf Prozent der Investitionen des produzierenden Gewerbes in den Umweltschutz, ein Gros davon stemmen Unternehmen aus der Versorgungs- und Entsorgungswirtschaft. Ein Drittel der Investitionen diente dem Klimaschutz, vor allem der Nutzung erneuerbarer Energien, aber auch der Energieeffizienz. Das wiederum dürfte auch an der Förderung im Rahmen des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes liegen. 

2,3 Milliarden für den Umweltschutz

Auch das Verarbeitenden Gewerbe investiert kräftig in die Umwelt: So haben die Unternehmen 2016 rund 2,3 Milliarden Euro in Anlagen für den Umweltschutz gesteckt. Vor allem energieintensive Branchen wie die Papier- und Chemieindustrie engagieren sich für einen Rückgang oder die Vermeidung von Emissionen. Energieintensive Unternehmen, die sich auf die Verarbeitung und Erzeugung von Metallen und die Mineralverarbeitung spezialisiert haben, investierten sogar etwa jeden zehnten Euro ihrer gesamten Investitionen in den Umweltschutz.

Neue Technik spart Geld und schafft Wettbewerbsvorteile

Die Unternehmen setzen aus unterschiedlichen Gründen auf umweltschonende Technik. Zum einen müssen sie sich an gesetzliche Vorgaben halten – in Deutschland gibt es zahlreiche Grenzwerte und Richtlinien für Emissionen, Lärm und Gewässerschutz. Zum anderen lässt sich mit ressourcenschonender Technologie viel Geld sparen: Moderne Anlagen produzieren effizienter und günstiger, und sie können den Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz verschaffen. Die Politik muss dafür sorgen, dass die Unternehmen auch weiterhin Anreize haben, sich diesem wichtigen Thema zu widmen. Dafür sind stabile und verlässliche marktwirtschaftliche Rahmenbedingungen unerlässlich, um die Balance zwischen Anforderungen für die Umwelt und Standortattraktivität zu gewährleisten.