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(© Fotolia - zhangyang)
Gastbeitrag 7. Juli 2026 Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung

IMP-Index: Deutlicher Rückgang nach fünf Monaten auf Rekordniveau

Nach dem Sprung zum Jahreswechsel von rund 746 auf 829 Punkte hat sich der Industriemetallpreis-Index fünf Monate lang auf Rekordniveau bewegt, schreibt IW-Geschäftsführer Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung.

Doch von Mai auf Juni gab das Preisbarometer kräftig nach. Ob es der Anfang einer Korrekturphase ist, bleibt abzuwarten. Die Metallverarbeiter in Deutschland dürfen aber hoffen.

Nach fünf Monaten auf Höchstniveau sind die Preise der wichtigsten Importmetalle im Juni spürbar zurückgegangen. Für echte Entwarnung ist es zu früh, schließlich sind die Preise von vor einem Jahr immer noch in weiter Ferne. Aber immerhin gibt es eine gewisse Entlastung zum Sommerbeginn.

Der Industriemetallpreis (IMP-Index) des Instituts der deutschen Wirtschaft misst monatlich die Veränderungen der Preise der für Deutschland wichtigsten Importmetalle in Euro und soll damit die Einkaufspreise der industriellen Weiterverarbeiter abbilden. Im Juni ist der IMP-Index um 4,1 % oder 33,9 Punkte auf 801,3 Punkte gefallen. Dies ist der größte Rückgang seit dem Sommer 2022. Trotz der aktuellen Korrektur bewegen sich die Preise aber immer noch 31 % über dem Wert des Vorjahresmonats. Innerhalb von drei Jahren liegt das Plus sogar bei ganzen 60 %.

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Spürbar billiger notierten die Indexschwergewichte Aluminium und Eisenerz. Aluminium notierte 4,9 % leichter, Eisenerz wurde 6,0 % billiger. Auch Nickel ging mit 5,2 % überdurchschnittlich zurück. Bei Blei gab es mit -1,0 % einen leichten Rückgang. Mit einem Abschlag von 1,4 % hat das Schwermetall sogar eine Preissenkung im laufenden Jahr verzeichnet. Mit 1,4 % nach oben ging hingegen der Preis des Indexschwergewichts Kupfer, während Zink und Zinn um 3,0 beziehungsweise 0,4 % zulegten. Die Edelmetalle Gold und Silber wurden mit 6,6 % und stolzen 13,3 % im Juni deutlich günstiger, im Jahresvergleich liegen sie mit einer Zunahme von 26,1 und 85,2 % jedoch weiterhin hoch im Plus.

Gegen den Abwärtstrend wirkte zuletzt der Dollar-Wechselkurs. Der leicht gestiegene Dollar hat Einkäufe noch einmal teurer gemacht. Ohne diesen Effekt wäre der IMP-Index mit -5,3 % noch einmal mehr als einen Prozentpunkt stärker gefallen und hätte mit 790, 7 Punkten die 800-Punkte-Marke doch noch unterschritten. 
 

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