Der flächendeckende Einbruch der Volkswirtschaften und die sich abzeichnende globale Rezession führen zu einer verringerten Rohstoffnachfrage und damit auch zu sinkenden Preisen. Besonders dramatisch war das zuletzt an den internationalen Ölmärkten, wo zusätzlich die von der OPEC und Russland zuvor vereinbarten Angebotsbeschränkungen nicht mehr gehalten haben. Das Zusammenspiel von rückgehender Nachfrage und der Ausweitung des Angebots hat die Ölpreise implodieren lassen. Auch wenn dies für die Abnehmer eine Entlastung bedeutet, wurde diese Entwicklung jedoch weniger als konjunkturförderndes Phänomen, sondern vielmehr als sichtbares Krisensignal wahrgenommen.

Auf den Metallmärkten ging es nicht ganz so schnell bergab. Der Industriemetallpreisindex (IMP-Index) des Instituts der deutschen Wirtschaft, der die Preise der wichtigsten Industriemetalle misst, gab im März um 6,2 % nach und erreichte damit ein Niveau von 339,5 Punkten. Ohne die gleichzeitige leichte Euro-Abwertung wäre das Preisniveau nur um 4,9 % zurückgegangen. Ähnliche Rückgänge und ein ähnliches Niveau waren zuletzt im zweiten Halbjahr 2018 zu beobachten.