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Max-Weber-Preis

Der Max-Weber-Preis für Wirtschaftsethik zeichnet Nachwuchswissenschaftler für herausragende Beiträge zur Wirtschafts- und Unternehmensethik aus.

Mit dem von Klaus Tesch, Unternehmer aus Wuppertal, ins Leben gerufenen Max-Weber-Preis für Wirtschaftsethik begleitet und fördert das IW seit 1992 die Forschung zu wirtschafts- und unternehmensethischen Themen und zeichnet junge Nachwuchswissenschaftler aus, um sie zu motivieren, Hindernisse von und Wege zu werteorientiertem Handeln in Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu erforschen. Dabei war und ist die Erkenntnis in den letzten 30 Jahren handlungsleitend, dass Wirtschaft und Ethik kein Gegensatz sein müssen.

Wir erleben eine historische, disruptive Transformation. Die vier Megatrends Demographischer Wandel, Digitalisierung, De-Karbonisierung und De-Globalisierung bedürfen angesichts der Folgen für Wirtschaft, Staat und Gesellschaft dringend auch der wirtschaftsethischen Einordnung und Entwicklung von langfristigen Lösungen. Dabei gilt es die unterschiedliche Wahrnehmung und Bewertung der Veränderungen in den Teilordnungen der Gesellschaft sowie zugleich deren Interdependenz zu berücksichtigen.

Moderne Wirtschaftsethik propagiert dafür nicht Verzicht, Verbote und eine Politik des Unterlassens, sondern verdeutlicht wie (auch moralisch) gute Lösungen durch Wettbewerb, Fortschritt und Mitverantwortung aller gesellschaftlichen Gruppen möglich sind. Werteorientiertes Handel kann dann sogar Freude machen, wie einige der ausgezeichneten Arbeit und die Vorträge zeigen.

Hier finden Sie eine Auflistung aller bisherigen Festredner.

Hier finden Sie eine Übersicht aller bisherigen Preisträger.

Ausschreibung 2028

Im Jahr 2028 wird der „Max-Weber-Preis für Wirtschaftsethik“ zum 18. Mal verliehen.

Die Ausschreibung der Preise erinnert an das geistige Erbe des einflussreichen Nationalökonomen und Soziologen Max Weber. Weber untersuchte unter anderem, welche Werte Gesellschaften zusammenhalten und wie das Zusammenwirken von Wirtschaft, Staat und Gesellschaft gelingen kann. Entsprechend dieser Forschungsschwerpunkte werden mit dem Preis Beiträge zu wirtschaftsethischen Fragen unter besonderer Berücksichtigung des unternehmerischen Handelns zwischen ökonomischer, ökologischer und sozialer Verantwortung ausgezeichnet. Die Ausschreibung des Max-Weber-Preises für Wirtschaftsethik erfolgt für drei Kategorien:

  1. Wissenschaftspreis: Der mit 5.000 Euro dotierte Max-Weber-Preis wird für Dissertationen, Habilitationen oder andere herausragende wissenschaftliche Publikationen vergeben.
  2. Master-Förderpreis: Mit 2.500 Euro wird eine ausgezeichnete Masterarbeit prämiert. Der Förderpreis soll zu weiteren Forschungsarbeiten motivieren.
  3. Bachelor-Studienpreis: Mit 1.500 Euro werden sehr gute Bachelorarbeiten ausgezeichnet.

Die Preisträger werden von einem unabhängigen Kuratorium bestehend aus den Professoren Dr. Gerhard Minnameier, Dr. Ingo Pies und Dr. Michael Hüther ausgewählt. Die Geschäftsführung wird vom Institut der deutschen Wirtschaft (Prof. Dr. Dominik Enste) wahrgenommen. Stifter des seit 1992 verliehenen Max-Weber-Preises für Wirtschaftsethik ist seit 2022 das Institut der deutschen Wirtschaft. Ins Leben gerufen wurde der Preis von Herr Klaus Tesch, selbstständiger Unternehmer aus Wuppertal.

Einsendeschluss ist der 30. September 2027. Einzureichen sind als PDF die Publikation, die im Zeitraum 01.10.2025 bis 30.09.2027 erschienen sein muss, sowie die üblichen Bewerbungsunterlagen (Motivationsschreiben, Lebenslauf usw.) einschließlich des Gutachtens zur Abschlussarbeit. Die Preise sind teilbar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Interessenten des Max-Weber-Preises wenden sich bitte an:
Institut der deutschen Wirtschaft Köln, Prof. Dr. Dominik H. Enste, Leiter des Clusters Verhaltensökonomik und Wirtschaftsethik, Postfach 10 19 42, 50459 Köln, Telefon: 0221 4981-731, E-Mail: max-weber-preis@iwkoeln.de

Hier gelangen Sie zur Max-Weber-Preisverleihung 2026.
 

Die Preisträgerinnen und Preisträger 2026

Den Masterförderpreis für die besten Masterarbeiten erhalten: 

  • Berit Weiß (Universität Hamburg) erhält die Auszeichnung für ihre analytisch herausragende Masterarbeit zur Frage, warum sich Güter wie Freundschaft oder Liebe nicht kaufen lassen. Mit philosophischer Klarheit zeigt sie, dass solche Beziehungen auf Gegenseitigkeit und Gleichheit beruhen und Markttransaktionen sie zerstören würden.
  • Marvin Daab (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg) gewinnt den Preis für seine Masterarbeit zur Verteilung von Einnahmen aus der CO₂-Bepreisung. In beeindruckender theoretischer Tiefe reflektiert er darin verschiedene Verteilungsmechanismen als klimapolitisches Instrument, das ökologische Wirksamkeit mit sozialer Gerechtigkeit verbindet. Damit leistet er einen wertvollen Beitrag zur Lösung des Klimaproblems als Allmendegut und verbindet ökonomische Vernunft mit Nachhaltigkeit.

Mit dem Bachelorstudienpreis wurden ausgezeichnet: 

  • Alina Zotsenko (Hochschule Mainz) erhält die Auszeichnung für ihre praxisnahe Bachelorarbeit zur Umsetzung menschenrechtlicher Anforderungen des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes in der Zuliefererauswahl. Sie entwickelt einen strukturierten Fragenkatalog, mit dem Unternehmen eine rechtssichere und risikobasierte Prüfung vornehmen können, und verbindet damit unternehmerische Praxis mit Verantwortungsethik.
  • Kira Luisa Schirp (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg) wird für ihre differenzierte Analyse der Anreizwirkungen von Bargeldtransfers im Vergleich zu Sachleistungen im Kontext nachhaltiger Entwicklung prämiert. Sie zeigt in ihrer Bachelorarbeit, dass Bargeld die individuelle Autonomie stärkt, während Sachleistungen zielgenauer wirken. Für eine nachhaltige Entwicklung plädiert sie für eine Kombination aus Geldtransfers und kostenlosen grundlegenden Dienstleistungen, die durch Umweltsteuern finanziert werden. So könne man soziale Gerechtigkeit und ökologische Transformation sinnvoll und effektiv miteinander verbinden.
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Veranstaltung 9. Oktober 2014 Max-Weber-Preis für Wirtschaftsethik 2014

Gesellschaftliche Verantwortung

Unternehmen zwischen Markt und Mitverantwortung

Max-Weber-Preis für Wirtschaftsethik 2014 IW

Ansprechpartner

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Dominik H. Enste

Prof. Dr. Dominik H. Enste

Geschäftsführer der IW Akademie GmbH und Leiter Themencluster Demokratie, Gesellschaft, Wirtschaftsethik

Tel: 0221 4981-730 Dominik H. Enste @DominikEnste
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