Durch die massiv gestiegenen Baukosten und dem Ende der Niedrigzinsphase im Jahr 2022 befindet sich der Wohnungsbau auch noch im Jahr 2024 in einer veritablen Krise.
Wohnungsbaufinanzierung auf dem langen Weg zurück zur Normalität
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Durch die massiv gestiegenen Baukosten und dem Ende der Niedrigzinsphase im Jahr 2022 befindet sich der Wohnungsbau auch noch im Jahr 2024 in einer veritablen Krise.
Die Bautätigkeit entfernt sich damit weiter von den Zielvorgaben der letzten Bundesregierung, jährlich 400.000 neue Wohnungen zu errichten. Dabei darf nicht übersehen werden, dass schon in den Boomjahren vorher die Zielvorgaben nie erreicht wurden. Die Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau scheinen offensichtlich grundsätzlich schon seit längerem nicht zu stimmen. Das betrifft sowohl das Eigenheimsegment als auch den Mietwohnungsbau. Die Gründe für die Probleme sind dabei offensichtlich: Der Wohnungsmarkt leidet an tiefgreifenden Strukturproblemen, während die Wohnungspolitik der vergangenen Jahre von kleinteiligen Reformen geprägt war. Grundlegende Strukturreformen blieben jedoch aus. In den Boomjahren bis 2022 verdeckten niedrige Zinsen viele der bestehenden strukturellen Schwächen des Wohnungsmarktes – seither treten diese offen zutage.
Der Beitrag zeigt, wie stark der Wohnungsbau rückläufig ist und wie sich die Wohnungsbaufinanzierung – differenziert nach den einzelnen Bankengruppen – in der Folge entwickelt hat. Vor diesem Hintergrund werden die künftigen Entwicklungen im Wohnungsbau skizziert und politische Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt, die geeignet sind, auf die neuen Herausforderungen angemessen zu reagieren.
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