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Externe Veröffentlichung 18. Januar 2023 Ralph Henger in ifo Schnelldienst Drei stabilisierende Faktoren für den Wohnungsbau 2023

Das Jahr 2022 war ein Katastrophenjahr, auch für die Bauwirtschaft. Ist diese Aussage richtig? Ja und nein. Richtig ist, dass das Jahr eine Zäsur darstellt. Die Baubrauche geriet in einen sprichwörtlichen »perfect storm«, in dem viele ungünstige Entwicklungen zusammentrafen. Jedoch werden drei Faktoren den Wohnungsbau 2023 stabilisieren.

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Drei stabilisierende Faktoren für den Wohnungsbau 2023
Externe Veröffentlichung 18. Januar 2023 Ralph Henger in ifo Schnelldienst

Drei stabilisierende Faktoren für den Wohnungsbau 2023

Ralph Henger in ifo Schnelldienst Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Das Jahr 2022 war ein Katastrophenjahr, auch für die Bauwirtschaft. Ist diese Aussage richtig? Ja und nein. Richtig ist, dass das Jahr eine Zäsur darstellt. Die Baubrauche geriet in einen sprichwörtlichen »perfect storm«, in dem viele ungünstige Entwicklungen zusammentrafen. Jedoch werden drei Faktoren den Wohnungsbau 2023 stabilisieren.

Die durch den Angriff Russlands auf die Ukraine eingeleitete Zeitenwende hatte unmittelbare Auswirkungen auf die Immobilienmärkte und die Bauwirtschaft. Am stärksten wirkte der sprunghafte Anstieg der Bauzinsen, der die Nachfrage kurzfristig einbrechen ließ. Hinzu kamen die steigenden Energiepreise und das Wiederkehren der Inflation. Außerdem nahm der Anstieg der sowieso schon hohen Baukosten nochmal Fahrt auf. Die sich gerade durch die Corona-Pandemie auflösenden Lieferengpässe kamen wieder, insbesondere bei Produkten aus Russland und der Ukraine. Auf der anderen Seite: Die Auftragsbücher der Unternehmen waren nach dem jahrelangen Boom prall gefüllt. Außerdem kamen durch den Krieg rund 1 Mio. Flüchtlinge aus der Ukraine nach Deutschland. Diese werden wohl eine gewisse Zeit hier bleiben und benötigen Wohnraum. Des Weiteren hat der Staat eine Menge Geld in die Hand genommen, um die privaten Haushalte und die deutsche Wirtschaft zu stabilisieren. Auch wenn man viele Details der Entlastungsprogramme kritisieren kann, insgesamt muss man festhalten, dass Deutschland gut durch das vergangene Jahr gekommen ist. Eine Rezession wurde 2022 vermieden. Und für dieses Jahr spricht vieles für eine nur schwache Rezession (Bardt et al. 2022), was vor dem Hintergrund der Rahmenbedingungen positiv zu werten ist.

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Ralph Henger in ifo Schnelldienst Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

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