Der Interhyp-IW-Erschwinglichkeitsindex bildet die finanzielle Belastung beim Erwerb selbstgenutzten Wohneigentums auf Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte ab.
Interhyp-IW-Erschwinglichkeitsindex
Gutachten im Auftrag der Interhyp AG
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Der Interhyp-IW-Erschwinglichkeitsindex bildet die finanzielle Belastung beim Erwerb selbstgenutzten Wohneigentums auf Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte ab.
Grundlage ist das Verhältnis der monatlichen Annuität zum verfügbaren Haushaltsnettoeinkommen eines typisierten Modellhaushalts. Ein Indexwert von 100 markiert dabei jene Schwelle, bei der die Finanzierung rechnerisch als erschwinglich gilt.
Bundesweiter Trend
- Nach einem Tiefpunkt im Herbst 2022 (Index: 87) hat sich die Erschwinglichkeit spürbar erholt.
- Im April 2025 liegt der Index leicht über 100 Punkten – Wohneigentum ist für den betrachteten Modellhaushalt rechnerisch wieder erschwinglich.
- Die Verbesserung ist auf rückläufige Zinsen, Einkommenszuwächse und in Teilen stagnierende oder sinkende Immobilienpreise zurückzuführen.
- Zugleich zeigt sich: Der Markt bleibt zinsgetrieben und sensitiv gegenüber politischen Impulsen, wie zum Beispiel der Ankündigung eines kreditfinanzierten Sondervermögens.
Regionale Niveauunterschiede
- Besonders hohe Erschwinglichkeit zeigen strukturschwächere, oft ländlich geprägte Regionen, etwa Holzminden (174), Anhalt-Bitterfeld und der Salzlandkreis (je 170).
- In wirtschaftlich dynamischen Regionen mit hoher Wohnraumnachfrage, insbesondere im Süden Bayerns und im Umfeld Münchens, liegt der Index dagegen auf einem niedrigeren Niveau, etwa in Miesbach (52), Starnberg (54) oder München (59).
- Nicht wenige Großstädte biete jedoch eine überdurchschnittliche Erschwinglichkeit; darunter zum Beispiel Wolfsburg (151), Magdeburg (136) und Bremen (126).
- In diesen Regionen erfordert der Erwerb von Wohneigentum auch bei überdurchschnittlichen Einkommen eine höhere finanzielle Anstrengung – ein Ausdruck des hohen Preisniveaus in stark nachgefragten Märkten.
Entwicklung auf Kreisebene
- Im Zweijahresvergleich (April 2023 bis April 2025) stieg die Erschwinglichkeit in 392 von 400 Regionen.
- Besonders starke Zuwächse zeigen sich in vormals angespannten Märkten wie München (+18 Prozent), Hamburg (+17 Prozent) oder dem Erzgebirgskreis (+17 Prozent).
- Nur acht Kreise verzeichneten Rückgänge – überwiegend strukturschwächere Regionen mit zuletzt starker Preisdynamik.
- Im Einjahresvergleich (April 2024 bis April 2025) fiel der Index in 175 von 400 Kreisen leicht zurück.
- Dies deutet darauf hin, dass sich lokale Märkte stabilisieren oder wieder anziehen, was potenzielle Käufer vor neue Entscheidungen stellt.
- Ein strategisches Abwarten führt nicht zwangsläufig zu besseren Bedingungen.
Interhyp-IW-Erschwinglichkeitsindex
Gutachten im Auftrag der Interhyp AG
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
IW-Wohnindex: Kaufpreise in den sieben teuersten Städten sinken
Hohe Zinsen sorgen dafür, dass die Kaufpreise für Immobilien im dritten Quartal 2026 stagnieren. Die Angebotsmieten steigen dagegen deutlich. In den teuersten Städten entwickeln sich die Mieten und Kaufpreise unterdurchschnittlich, zeigt der Wohnindex des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).
IW
IW-Wohnindex Q3/2026: Zinsentwicklung bremst den Wohnungsmarkt erneut aus
Der IW-Wohnindex zeigt die Auswirkungen der jüngsten Zinsentwicklung auf den Wohnungsmarkt in Deutschland. Aufgrund der höheren Finanzierungskosten sinkt die Nachfrage nach Kaufobjekten, weshalb die Preise im Wesentlichen stagnieren.
IW