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Externe Veröffentlichung 2. September 2025 Pekka Sagner Aufsätze zur Ökonomie der Wohnungspolitik und der Dynamik von Wohnungsmärkten

Die Dissertation analysiert in drei empirischen Studien, wie politische Maßnahmen und externe Schocks wie der Berliner Mietendeckel, die Maklerprovisionsreform und der Energiepreisschock 2022 den deutschen Wohnungsmarkt beeinflussen.

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Aufsätze zur Ökonomie der Wohnungspolitik und der Dynamik von Wohnungsmärkten
Externe Veröffentlichung 2. September 2025 Pekka Sagner

Aufsätze zur Ökonomie der Wohnungspolitik und der Dynamik von Wohnungsmärkten

Pekka Sagner Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Die Dissertation analysiert in drei empirischen Studien, wie politische Maßnahmen und externe Schocks wie der Berliner Mietendeckel, die Maklerprovisionsreform und der Energiepreisschock 2022 den deutschen Wohnungsmarkt beeinflussen.

Diese Dissertation untersucht in drei Studien die Auswirkungen exogener Schocks auf die Dynamik des deutschen Wohnungsmarktes, mit einem Fokus auf den Berliner Mietendeckel, eine Reform der Maklerprovision sowie den Energiepreisschock infolge des Ukrainekriegs im Jahr 2022. Im Zentrum steht die empirische Analyse, wie politische Eingriffe und externe Schocks Wohnimmobilienpreise, Wohnungsangebot und die allgemeinen Marktdynamiken beeinflussen. Die erste Studie analysiert die Folgen des Berliner Mietendeckels – einer bedeutenden regulatorischen Intervention, die 2020 eingeführt wurde, um die Wohnkostenbelastung in einem der dynamischsten Mietmärkte Deutschlands zu dämpfen. Mithilfe einer Triple-Difference-Methodik zeigt die Untersuchung, dass der Mietendeckel zwar zu einem Rückgang der inserierten Angebotsmieten führte, gleichzeitig aber auch eine deutliche Verknappung des Mietwohnungsangebots verursachte. Die Effekte waren in zentralen Bezirken mit zuvor hohen Mietniveaus am stärksten ausgeprägt und verdeutlichen die inhärenten Zielkonflikte von Mietpreisregulierungen. Die zweite Studie untersucht die Auswirkungen der Maklerprovisionsreform von 2020, die eine hälftige Teilung der Provisionen zwischen Käufern und Verkäufern faktisch verpflichtend machte, um so die Transaktionskosten für Käufer von Wohneigentum zu senken. Unter Verwendung eines Difference-in-Differences-Ansatzes zeigt die Analyse, dass Käufer von Einfamilienhäusern in weniger angespannten Märkten tatsächlich von sinkenden Kosten profitierten, während in nachfragestarken Regionen die Immobilienpreise anstiegen und so die intendierten Kosteneinsparungen kompensierten. Dies verdeutlicht die differenzierten Implikationen von Transaktionskostenreformen, insbesondere in angespannten Märkten. Die dritte Studie analysiert die Folgen des Energiepreisschocks 2022, ausgelöst durch die geopolitische Krise in der Ukraine und das Verhältnis zu Russland, auf die Bewertung von Wohnimmobilien in Deutschland. Die Ergebnisse zeigen, dass energetisch weniger effiziente Wohnungen sowohl im Miet- als auch im Kaufsegment mit relativen Preisabschlägen belegt wurden. Dies unterstreicht die wachsende Bedeutung der Energieeffizienz als Werttreiber auf den Wohnungsmärkten und die Notwendigkeit gezielter Sanierungs- und Förderprogramme, um Marktungleichgewichte abzufedern. Alle drei Studien greifen auf robuste, quasi-experimentelle Methoden zurück – darunter hedonische Regressionen sowie Difference-in-Differences-Designs – und nutzen einen umfassenden Datensatz zum deutschen Wohnungsmarkt. Die Ergebnisse leisten einen Beitrag zur Literatur der Wohnungsökonomie, indem sie zeigen, wie politische Maßnahmen und externe Schocks die Marktergebnisse prägen – mit weitreichenden Implikationen für Bezahlbarkeit, Angebot und energetische Nachhaltigkeit. Für die Politik ergeben sich daraus wichtige Handlungsempfehlungen: Mietpreisregulierungen müssen kurzfristige Entlastungen gegen mögliche langfristige Angebotsrückgänge abwägen, Transaktionskostenreformen sollten ihre differenziellen Effekte in verschiedenen Marktsegmenten berücksichtigen, und die Analyse der Energieeffizienz verdeutlicht den Bedarf an Maßnahmen zur nachhaltigen Ertüchtigung des Gebäudebestands, ohne die Bezahlbarkeit für vulnerable Haushalte zu gefährden

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