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Gutachten 1. Juni 2026 Michael Voigtländer / Pekka Sagner Deutschland.Immobilien. Vermieterreport 2026

Der private Vermietungsmarkt in Deutschland wird weiterhin stark von kleinen, langfristig orientierten Vermietern geprägt – dies zeigt der Deutschland.Immobilien Vermieterreport 2026, der auf Angaben von 1.002 privaten Vermietern basiert, die im Februar 2026 befragt wurden.

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Deutschland.Immobilien. Vermieterreport 2026
Gutachten 1. Juni 2026 Michael Voigtländer / Pekka Sagner

Deutschland.Immobilien. Vermieterreport 2026

Gutachten der DI Deutschland.Immobilien AG (Hrsg.) in Kooperation mit dem Institut der deutschen Wirtschaft

Michael Voigtländer / Pekka Sagner Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Der private Vermietungsmarkt in Deutschland wird weiterhin stark von kleinen, langfristig orientierten Vermietern geprägt – dies zeigt der Deutschland.Immobilien Vermieterreport 2026, der auf Angaben von 1.002 privaten Vermietern basiert, die im Februar 2026 befragt wurden.

Private Vermieter sind im Durchschnitt 58 Jahre alt; sechs von zehn Befragten sind älter als 55 Jahre. Der Einstieg jüngerer Haushalte nimmt weiter ab. Zugleich ist die Vermietungstätigkeit überwiegend langfristig ausgerichtet: 60 Prozent der Befragten sind seit mindestens zehn Jahren aktiv. Die Bestände bleiben kleinteilig – 58 Prozent vermieten lediglich eine, weitere 19 Prozent zwei Wohnungen. Für die Mehrheit stellt die Vermietung eine ergänzende Einnahmequelle dar; bei über der Hälfte macht das Mieteinkommen nur einen geringen oder vernachlässigbaren Anteil am Gesamteinkommen aus.

Bei Neuvermietungen zeigen private Vermieter weiterhin Zurückhaltung. 55 Prozent erhöhen ihre Mietforderungen moderat, 43 Prozent verzichten vollständig auf Anpassungen. Auch im Bestand ist Preisstabilität die Regel: 51 Prozent nahmen im vergangenen Jahr keine Erhöhung vor; Anpassungen erfolgen überwiegend aufgrund gestiegener Betriebskosten. Die Mieterfindung erfolgt zu einem großen Teil außerhalb des öffentlichen Wohnungsmarktes – 57 Prozent nutzen persönliche Netzwerke, 26 Prozent vergeben Wohnungen sogar ausschließlich auf diesem Weg. In vielen Fällen reichen weniger als zehn Mietanfragen aus, um einen passenden Mieter zu finden.

Private Vermieter vermieten überwiegend Etagenwohnungen in Mehrfamilienhäusern (66 Prozent), meist in guten oder sehr guten Lagen (62 Prozent). Die Objekte stammen häufig aus den Bauperioden 1949–1978 sowie 1979–1994. Die wichtigste Zielgruppe bleiben Einzelpersonen und Paare ohne Kinder (77 Prozent), gefolgt von Familien (40 Prozent) und Seniorinnen und Senioren (33 Prozent). Bei der Art der Mietverträge dominiert der unbefristete Mietvertrag ohne automatische Mietanpassung (77 Prozent). Möblierte Vermietung (29 Prozent) und Vermietung an Wohngemeinschaften (9 Prozent) bleiben Randerscheinungen.

55 Prozent der Vermieter haben in den vergangenen Jahren energetische Maßnahmen umgesetzt; am häufigsten genannt werden Heizungstausch (34 Prozent), Fenstertausch (25 Prozent) und Dämmmaßnahmen (18 Prozent). Zentrale Motive sind langfristige Energieeinsparungen (53 Prozent) und die Steigerung der Mieterzufriedenheit (41 Prozent). Wo keine Maßnahmen ergriffen wurden, dominiert fehlende Dringlichkeit (64 Prozent), gefolgt von Kostenaspekten und fehlenden Mieterimpulsen. Für die kommenden Jahre planen 59 Prozent der Vermieter keine größeren Sanierungsprojekte.

Mit ihrer Vermietungstätigkeit sind 70 Prozent der Vermieter zufrieden oder sehr zufrieden (Barometer: +30). Die Bewertung der Wohnungspolitik bleibt hingegen kritisch (Barometer: −8). Für die kommenden zwölf Monate erwarten die meisten Befragten stabile bis leicht steigende Mieten und Immobilienwerte. Als besonders attraktive Investitionssegmente gelten erneut Seniorenwohnen und Wohnungen im Umland (jeweils 46 Prozent), gefolgt von Mikrowohnungen (33 Prozent). In der Wohnungspolitik sehen Vermieter vor allem Nachholbedarf beim bezahlbaren Wohnraum für mittlere Einkommen (55 Prozent) sowie beim Interessenausgleich zwischen Mietern und Vermietern (53 Prozent). Insgesamt zeigt sich damit eine Diskrepanz zwischen einer stabilen Einschätzung der eigenen Vermietungssituation und einer kritischen Bewertung der politischen Rahmenbedingungen, aus der sich ein klarer Handlungsauftrag für die Wohnungspolitik ableiten lässt.

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Gutachten 1. Juni 2026 Michael Voigtländer / Pekka Sagner

Deutschland.Immobilien. Vermieterreport 2026

Gutachten der DI Deutschland.Immobilien AG (Hrsg.) in Kooperation mit dem Institut der deutschen Wirtschaft

Michael Voigtländer / Pekka Sagner Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

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