1. Home
  2. Studien
  3. IW-Konjunkturprognose Winter 2025: Immerhin ein Plus
IW-Report Nr. 64 5. Dezember 2025 IW-Forschungsgruppe Makroökonomie und Konjunktur IW-Konjunkturprognose Winter 2025: Immerhin ein Plus

Im Gegensatz zu den vorhergehenden fünf Jahren und auch zum Jahr 2025 werden im kommenden Jahr erstmals alle Veränderungsraten der volkswirtschaftlichen Nachfrageaggregate in Deutschland ein positives Vorzeichen aufweisen.

PDF herunterladen
IW-Konjunkturprognose Winter 2025
IW-Report Nr. 64 5. Dezember 2025 IW-Forschungsgruppe Makroökonomie und Konjunktur

IW-Konjunkturprognose Winter 2025: Immerhin ein Plus

IW-Forschungsgruppe Makroökonomie und Konjunktur Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Im Gegensatz zu den vorhergehenden fünf Jahren und auch zum Jahr 2025 werden im kommenden Jahr erstmals alle Veränderungsraten der volkswirtschaftlichen Nachfrageaggregate in Deutschland ein positives Vorzeichen aufweisen.

Die deutschen Exporte werden allerdings kaum das schwache Vorjahresniveau übertreffen und weiter von der schwächer werdenden globalen Dynamik abgekoppelt bleiben. Denn weltweit werden zunehmend die negativen Wirkungen der amerikanischen Zollpolitik und der geopolitischen Spannungen sichtbar. Im Jahr 2026 wird sich das Wachstum der Weltwirtschaft auf 2 Prozent verlangsamen. Nach einem Plus von 4,5 Prozent im Jahr 2025 wird der Welthandel im Jahr 2026 nur noch um 1,5 Prozent zulegen. In diesem Kontext wird hierzulande keine wirkliche Aufschwungsqualität erreicht. Dazu sind die Investitionsaussichten zu wenig gefestigt. Der deutsche Außenhandel bleibt im Desorientierungsstress und dies belastet die privatwirtschaftlichen Investitionen. Die staatlichen Investitionsabsichten werden sich im kommenden Jahr noch nicht entscheidend materialisieren. Gleichwohl liefern die privaten und staatlichen Investitionen immerhin einen Wachstumsbeitrag von einem halben Prozentpunkt im Jahr 2026. Die Konsumdynamik bleibt trotz normaler Inflationsraten von rund 2 Prozent, aber wegen gedämpfter Beschäftigungsperspektiven unter ihrem Potenzial. Die Arbeitslosigkeit verharrt im nächsten Jahr bei knapp 3 Millionen und die Erwerbstätigkeit stagniert bis Ende 2026 – mit sektoralen Verschiebungen zulasten der Industrie. Das reale Bruttoinlandsprodukt wird in Deutschland im Jahr 2026 um 0,9 Prozent wachsen. Nach drei Jahren Rezession und Stagnation gibt es immerhin ein nennenswertes Plus. Rund ein Drittel davon entfällt gleichwohl auf einen Kalendereffekt, da im kommenden Jahr fast 2 ½ Arbeitstage mehr zur Verfügung stehen als im Jahr 2025. Mit Blick auf den Verlauf löst sich Deutschland etwas aus seiner Schockstarre. Steigende Staatsausgaben führen dazu, dass die Schuldenstandquote in Deutschland auf 66 Prozent ansteigt und die Staatsquote auf über 50 Prozent anschwellt.

PDF herunterladen
IW-Konjunkturprognose Winter 2025
IW-Report Nr. 64 5. Dezember 2025 IW-Forschungsgruppe Makroökonomie und Konjunktur

IW-Konjunkturprognose Winter 2025: Immerhin ein Plus

IW-Forschungsgruppe Makroökonomie und Konjunktur Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Mehr zum Thema

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Die deutsche Wirtschaft wächst, weil der Staat mehr investiert.
Pressemitteilung 7. Oktober 2026 Michael Grömling

Konjunktur: Wachstum kommt seit 2020 nur vom Staat

Die deutsche Wirtschaft wächst seit sechs Jahren nur noch, weil der Staat mehr ausgibt – aus eigener Kraft schafft die gesamte Privatwirtschaft derzeit kein Wachstum, zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

Michael Grömling IW

Artikel lesen
IW-Report Nr. 40 7. Oktober 2026 Michael Grömling

Staatliche und private Konjunkturimpulse in Deutschland

Das konjunkturelle Umfeld der deutschen Wirtschaft hat sich in den letzten Jahren durch vielfältige Schocks in Teilen drastisch verändert. In sektoraler Hinsicht haben sich bei den Investitionen und beim Konsum markante Divergenzen aufgebaut.

Michael Grömling IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880