Mit dem neuen Arbeitsangebotsmodul wird das Steuer-, Abgaben- und Transfer-Mikrosimulationsmodell des IW um eine tragende Komponente erweitert, die die Simulation von Zweitrundeneffekten in Folge von Änderungen des deutschen Steuer- und Transfersystems auf unterschiedliche Zielgrößen ermöglicht.
Arbeitsangebotsmodul zum IW-Mikrosimulationsmodell STATS
IW-Report
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Mit dem neuen Arbeitsangebotsmodul wird das Steuer-, Abgaben- und Transfer-Mikrosimulationsmodell des IW um eine tragende Komponente erweitert, die die Simulation von Zweitrundeneffekten in Folge von Änderungen des deutschen Steuer- und Transfersystems auf unterschiedliche Zielgrößen ermöglicht.
Das STATS ist modular aufgebaut. Ein erstes Modul dient der Datenaufbereitung. Datenbasis ist das Sozio-ökonomische Panel (SOEP). Das SOEP ist ein repräsentativer Befragungsdatensatz, der seit 1984 im Auftrag des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) jährlich erhoben wird. Er erfasst alle notwendigen sozio-ökonomischen Indikatoren auf Personen- und Haushaltsebene, darunter verschiedene Einkommensarten, die für die Mikrosimulation erforderlich sind (Wagner et al., 2007). Das zweite und dritte Modul erlauben die Fortschreibung der Daten auf ein beliebiges Analysejahr sowie die Anpassung der Hochrechnungsfaktoren der zugrundeliegenden Beobachtungseinheiten an veränderte Randverteilungen der Bevölkerung. In weiteren Modulen werden anschließend die Einkommensteuer, Sozialbeiträge und Sozialtransfers simuliert. Dabei können Sozialbeiträge und Einkommensteuer auf der einen Seite und Sozialtransfers auf der anderen Seite getrennt voneinander oder simultan berechnet werden. Mit der simulierten Abgabenlast und den Sozialtransfers lassen sich die Nettoeinkommen der Bevölkerung für den Status quo, aber auch für unterschiedliche Reformszenarien berechnen sowie die Aufkommenswirkungen auf aggregierter Ebene kontrollieren. Dabei können die Ergebnisse der statischen Analyse sowohl auf Haushaltsebene als auch auf Personenebene ausgewertet werden (zur Dokumentation von STATS siehe Beznoska, 2016).
Maximilian Stockhausen: Arbeitsangebotsmodul zum IW-Mikrosimulationsmodell STATS – Dokumentation Version 1.0
IW-Report
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Vermögensverteilung in Deutschland und Europa
In Deutschland beträgt das durchschnittliche Vermögen der Haushalte mit rund 450.000 Euro mehr als in Frankreich, aber weniger als in Belgien oder Luxemburg. Im Vergleich zu den drei Nachbarstaaten ist das Vermögen in der Bundesrepublik allerdings ungleicher verteilt.
iwd
Öffentlicher Dienst: Potenziale durch mehr Vollzeit
Der öffentliche Dienst beklagt einen Personalmangel, der sich in den kommenden Jahren noch verschärfen dürfte. Der bezifferte Bedarf ließe sich rein rechne-risch zu einem erheblichen Teil durch eine Auswei-tung der Tätigkeit in Richtung Vollzeit decken.
IW