Die weltweite Expansion chinesischer Exporte, insbesondere von technologieintensiven Produkten, trifft die deutsche Wirtschaft hart.
Wie wirkt der China-Schock 2.0 auf die deutsche Industrie, und wie sollen wir reagieren?
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Die weltweite Expansion chinesischer Exporte, insbesondere von technologieintensiven Produkten, trifft die deutsche Wirtschaft hart.
Laut Schätzungen hat die China-Konkurrenz von 2019 bis 2025 zu einer Einbuße des realen Bruttoinlandsprodukts der deutschen Wirtschaft von etwa 1,4 % geführt; die Zahl der Erwerbstätigen im deutschen Verarbeitenden Gewerbe fiel dadurch um schätzungsweise 400.000 Stellen. Trotz technologischen Aufholens dürften die Wettbewerbsvorteile der chinesischen Wirtschaft zu einem größeren Teil auf Wettbewerbsverzerrungen, insbesondere durch starke Industriesubventionen und eine Unterbewertung des Yuan, zurückzuführen sein. Um ein faires Wettbewerbsumfeld herzustellen, sollte die Europäische Union sektorweite Ausgleichszölle erheben – am besten mit gleichgesinnten Staaten in einem Ausgleichszollklub. Preisbasierte Ausgleichszölle sind ordnungspolitisch geboten und wirken weniger stark als die in der EU diskutierten mengenbasierten Instrumente.
Wie wirkt der China-Schock 2.0 auf die deutsche Industrie, und wie sollen wir reagieren?
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Rekord-Handelsbilanzdefizit mit China – Kernbranchen betroffen
Im Jahr 2026 dürfte das deutsche Handelsbilanzdefizit mit China über 100 Milliarden Euro betragen. Seit 2019 wäre das ein Anstieg von rund 90 Milliarden Euro.
IW
China-Handel: Defizit erstmals über 100 Milliarden Euro
Das deutsche Handelsbilanzdefizit mit China dürfte 2026 erstmals mehr als 100 Milliarden Euro betragen. Seit 2019 hat es sich damit mehr als versiebenfacht, zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Der China-Schock 2.0 trifft damit unseren industriellen Kern.
IW