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Gutachten 4. Dezember 2025 Johannes Ewald / Felix Heyer / Vanesse Hünnemeyer / Hanno Kempermann Städteranking 2025: Wo lebt es sich am besten?

Das Städteranking 2025 untersucht nicht nur wo es sich am besten lebt oder welche Großstadt besonders wirtschaftsstark ist, sondern im neuen Infrastrukturindex unter anderem auch wie klimaresilient die Infrastruktur der 71 Großstädte ist und wie es um den Zustand von Brücken bestellt ist.

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Städteranking 2025: Wo lebt es sich am besten?
Gutachten 4. Dezember 2025 Johannes Ewald / Felix Heyer / Vanesse Hünnemeyer / Hanno Kempermann

Städteranking 2025: Wo lebt es sich am besten?

Johannes Ewald / Felix Heyer / Vanesse Hünnemeyer / Hanno Kempermann Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Das Städteranking 2025 untersucht nicht nur wo es sich am besten lebt oder welche Großstadt besonders wirtschaftsstark ist, sondern im neuen Infrastrukturindex unter anderem auch wie klimaresilient die Infrastruktur der 71 Großstädte ist und wie es um den Zustand von Brücken bestellt ist.

Für die 71 kreisfreien Städten mit mehr als 100.000 Einwohner:innen hat die IW Consult gemeinsam mit ImmoScout24 und der Wirtschaftswoche erneut das jährliche Städteranking berechnet. Dafür wurden verschiedene Indikatoren aus den Bereichen Arbeitsmarkt, Wirtschaftsstruktur, Lebensqualität, Immobilienmarkt in einem Niveau- und Dynamikvergleich berücksichtigt. Neu ist der eigens für das Städteranking entwickelte IW-Infrastrukturindex, der vor dem Hintergrund des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) entstanden ist.

Alles beim Alten im Niveau?

Das Niveauranking bewertet die derzeitige Wohn-, Lebens-, Arbeits-, und Wirtschaftssituation der deutschen Großstädte anhand von 51 Indikatoren. So spiegeln beispielsweise die Mietpreise und die Vermarktungszeit die Attraktivität des Wohnungsmarkts einer Stadt wider. Kitaquoten und Gästeübernachtungen lassen wiederum Rückschlüsse auf die Lebensqualität in einer Stadt zu. Um die Leistungsfähigkeit des Arbeitsmarkts einzuschätzen, fließen Pendlerquoten sowie Ingenieursquoten in die Untersuchung ein. Eine wettbewerbsfähige Wirtschaftsstruktur zeigt sich wiederum maßgeblich in der Höhe der Steuereinnahmen.

Als unangefochtene Spitzenreiterin im Vergleich des aktuellen Status quo verbleibt mit München die bayerische Landeshauptstadt auf Rang 1. Mit Stuttgart und Ingolstadt kommt zwar das Podium unverändert daher, in den Top 10 gibt es jedoch so viel Veränderungen wie lange nicht. Frankfurt am Main springt um eine Position auf Rang 4. Mainz ist die sechstbeste Großstadt. Regensburg und Ulm klettern sogar drei Plätze (Rang 5 bzw. Rang 8). Erlangen und Wolfsburg verlieren je drei Plätze und erreichen Rang 7 bzw. Rang 9. Hamburg komplettiert die Top 10 (Vorjahr: Rang 9). Düsseldorf rutscht knapp aus den besten zehn Großstädten. Dahinter verbessert sich Köln um 8 Positionen (Rang 17). Die größten Sprünge machen jedoch Halle (Saale) und Trier (+11).

Mainz bleibt im Dynamikvergleich vorne – dicht gefolgt von den Metropolen

Das Dynamikranking vergleicht die Entwicklung von 36 Indikatoren des Niveaurankings für die letzten fünf Jahre. Ein solcher Vergleich ist wichtig, um Entwicklungstrends zu identifizieren und den Erfolg von Handlungsmaßnahmen zu überprüfen. So wird deutlich, welche Städte im Standortwettbewerb aufgeholt haben, oder Wettbewerbsfähigkeit verloren haben.

Mainz bleibt zum vierten Mal in Folge die dynamischte Großstädt Deutschland. Der Vorsprung von Mainz schrumpft im Vergleich zum Vorjahr nochmals zusammen. Frankfurt am Main als zweitdynamischte Großstadt der Spitzenreiterin dicht auf den Fersen. Auffällig ist, dass sechs der sieben Metropolen in den Top 10 vertreten sind. Einzig Stuttgart auf Rang 25 muss etwas abreißen lassen. Besonders große Sprünge in der Dynamik machen vor allem kleinere Universitätsstädte wie Heidelberg, Bonn oder Potsdam.

Den neuen Infrastrukturindex führt Potsdam an

Der Infrastrukturindex ermittelt vor dem Hintergrund des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK), wie es um die Infrastruktur in den deutschen Großstädten bestellt ist.

In fünf Bereiche gehen insgesamt 18 Indikatoren ein. Alle 18 Indikatoren können grundsätzlich durch das Sondervermögen addressiert werden. Im Bereich Forschung zahlen Hochschulen und Forschungsinstitute auf das Ergebnis ein. Der Bereich Verkehr berücksichtigt etwa den Zustand von Brücken, die Erreichbarkeit von Autobahnen, Bahnhöfen und Flughäfen sowie das Fahrradklima. Für die Bildungsinfrastruktur stehen u.a. Schulen und Tageseinrichtungen. Die digitale Infrastruktur wird über die Glasfaser- und die Mobilfunkversorgung abgebildet. Zur Dimension Klima zählen neben erneuerbaren Energien auch die Ausstattung mit Elektrotankstellen für die Mobilität der Zukunft sowie das Klimarisiko für die städtische Infrastruktur.

In neuen Index liegt Potsdam insgesamt an erster Stelle. Potsdam punktet besonders im Bereich Forschung und ist auch dort auf Rang 1. Die beste Stadt im Bereich Verkehr ist Frankfurt am Main. Bildungsstadt Nummer 1 ist hingegen Freiburg im Breisgau. Ingolstadt führt im Bereich Digitales. In Bereich Klima ist die Donau-Stadt Ulm dank eines hohen Ausbaustandes bei Photovoltaikanlagen und Ladesäulen Spitzenreiterin. Einer der neuen Indikatoren ist das Klimarisiko für die städtische Infrastruktur. Dort führt Remscheid.
 

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