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IW-Trends Nr. 3 12. August 2019 Wido Geis-Thöne Lebenslagen von Müttern an den Übergängen in und aus Alleinerziehung

Dass die Lebenslagen von alleinerziehenden Familien deutlich ungünstiger sind als von Paarfamilien, ist in der Literatur vielfach dokumentiert. Allerdings ist wenig darüber bekannt, inwieweit das Fehlen des zweiten Elternteils im Haushalt ursächlich hierfür ist und welche Rolle es spielt, dass es bei Müttern in verschiedenen Lebenslagen unterschiedlich häufig zu Trennungen und zum Eingehen neuer Partnerschaften nach Phasen der Alleinerziehung kommt.

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Lebenslagen von Müttern an den Übergängen in und aus Alleinerziehung
IW-Trends Nr. 3 12. August 2019 Wido Geis-Thöne

Lebenslagen von Müttern an den Übergängen in und aus Alleinerziehung

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Wido Geis-Thöne Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Dass die Lebenslagen von alleinerziehenden Familien deutlich ungünstiger sind als von Paarfamilien, ist in der Literatur vielfach dokumentiert. Allerdings ist wenig darüber bekannt, inwieweit das Fehlen des zweiten Elternteils im Haushalt ursächlich hierfür ist und welche Rolle es spielt, dass es bei Müttern in verschiedenen Lebenslagen unterschiedlich häufig zu Trennungen und zum Eingehen neuer Partnerschaften nach Phasen der Alleinerziehung kommt.

Dass die Lebenslagen von alleinerziehenden Familien deutlich ungünstiger sind als von Paarfamilien, ist in der Literatur vielfach dokumentiert. Allerdings ist wenig darüber bekannt, inwieweit das Fehlen des zweiten Elternteils im Haushalt ursächlich hierfür ist und welche Rolle es spielt, dass es bei Müttern in verschiedenen Lebenslagen unterschiedlich häufig zu Trennungen und zum Eingehen neuer Partnerschaften nach Phasen der Alleinerziehung kommt. Diese beiden Übergänge werden mithilfe multivariater Analysen auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels betrachtet. Dabei zeigt sich ein stark negativer Zusammenhang zwischen dem Haushaltseinkommen und dem Wechsel von Müttern aus einer Paarfamilie in die Alleinerziehung. Zu solchen Trennungen kommt es besonders häufig, wenn die Familie zuvor Arbeitslosengeld II oder Sozialhilfe bezogen hat. Dies gilt auch, wenn für weitere Aspekte der Lebenslagen – zum Beispiel den Bildungsstand der Mütter – kontrolliert wird. Besonders selten wechseln hingegen selbst zugewanderte Mütter und Mütter mit größeren Familien in die Alleinerziehung. Eine neue Partnerschaft mit gemeinsamer Haushaltsführung gehen alleinerziehende Mütter verstärkt dann ein, wenn das jüngste Kind unter drei Jahre alt ist und sie Risiken scheuen. Insgesamt legen die Ergebnisse nahe, dass die Lebenslagen der Alleinerziehenden sehr stark in die Zeit vor dem Wechsel des Familienstatus zurückreichen. Für die Familienpolitik heißt das, dass sie bei der Förderung von Alleinerziehenden nicht nur die Auswirkungen der Partnerlosigkeit, sondern auch davon unabhängige Problemfelder wie das Fehlen arbeitsmarktrelevanter Qualifikationen in den Blick nehmen sollte.

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IW-Trends Nr. 3 12. August 2019 Wido Geis-Thöne

Wido Geis-Thöne: Lebenslagen von Müttern an den Übergängen in und aus Alleinerziehung

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Wido Geis-Thöne Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

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