Das Corona-Virus ist erstmals im Dezember in Wuhan aufgetreten. Von dort aus hat es sich im Eiltempo weltweit ausgebreitet. Obwohl sich in den letzten Tagen die Situation in China spürbar verbessert hat (weniger Neuinfektionen, weniger Todesfälle), sind die Folgen für die Wirtschaft verheerend. Einerseits haben die konsequenten Maßnahmen der chinesischen Regierung dazu geführt, dass sich die Verbreitung des Virus erheblich verlangsamt hat. Andererseits haben diese notwendigen Maßnahmen zu einer Lähmung der chinesischen Wirtschaft geführt.

Chinesische Wirtschaft massiv einge-brochen

Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie befindet sich die chinesische Wirtschaft in den betroffenen Regionen im Krisen-Modus: geschlossene Fabriken, unterbrochene Lieferketten – eine lahmgelegte Wirtschaft. Die jüngsten Konjunkturdaten des chinesischen Statistikamts zeigen, dass die chinesische Industrieproduktion im Januar und Februar um 13,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eingebrochen ist. Dies entspricht dem größten Einbruch innerhalb der letzten drei Jahrzehnte. Beispielsweise gingen die Anlageinvestitionen um 24,5 Prozent zurück. Zum Vergleich: Im Dezember 2019 gab es noch ein Plus von 5,4 Prozent verglichen mit Dezember 2018. Der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe (Purchasing Manager Index Manufacturing) in China hat im Februar einen Wert von nur 35,7 Prozent erreicht, was einem Rückgang von 14,3 Prozentpunkten im Vergleich zum vorherigen Monat entspricht. Der Einkaufsmanagerindex von über 50 Prozent spiegelt wider, dass das Verarbeitende Gewerbe expandiert. Der Index von weniger als 50 Prozent wiederum ist der Indikator für eine schrumpfende Wirtschaft. Der Einkaufsmanagerindex im Dienstleistungssektor hat einen noch geringeren Wert von 29,6 Prozent erzielt (24,5 Prozentpunkte geringer als im Januar). Chinas Dienstleistungssektor fällt damit aufgrund des jüngsten Ausbruchs von Covid-19 auf ein Allzeittief. Die Corona-Pandemie macht der chinesischen Wirtschaft schwer zu schaffen.