Die vorliegende IW-Analyse beschreibt ausführlich die Konzepte der individuellen und der organisationalen Resilienz und entwickelt einen Ansatz zu ihrer empirischen Überprüfung. Für die naheliegende Hypothese, dass sich resiliente Betriebe durch resiliente Belegschaften auszeichnen, findet sich in der empirischen Analyse auf Basis eines kombinierten Beschäftigten-Betriebsdatensatzes zwar noch kein robuster Beleg. Die empirischen Befunde deuten aber zumindest teilweise darauf hin, dass das Personalmanagement einen Beitrag dazu leisten kann, die individuelle und organisationale Resilienz zu steigern. Resiliente Betriebe weisen zum Beispiel häufiger ein aktives Leistungsmanagement auf und können das Gefühl der Beschäftigten stärken, ihre Arbeit als sinnhaft, verstehbar und handhabbar zu erleben, etwa indem sie Maßnahmen zur Personalentwicklung und -qualifizierung gezielt einsetzen sowie Gestaltungs- und Handlungsspielräume für die Mitarbeiter schaffen. Die Analyse gibt zudem Hinweise dafür, was bei einer empirischen Überprüfung des Zusammenhangs zwischen individueller und organisationaler Resilienz zu beachten ist. Sie bietet damit Anknüpfungspunkte für die personalökonomische Forschung und Anregungen für die personalwirtschaftliche Praxis.