1. Home
  2. Studien
  3. Fiskalische Kosten eines gesetzlichen Mindestlohns
IW-Trends Nr. 4 25. Dezember 2011 Nicole Horschel / Hagen Lesch Fiskalische Kosten eines gesetzlichen Mindestlohns

Berechnungen auf der Basis des IW-Mikrosimulationsmodells zeigen für die kurze Frist, dass ein Mindestlohn in Deutschland in Höhe von 8,50 Euro je Stunde nur dann zu einer fiskalischen Entlastung beim Staat in Höhe von 5 Milliarden Euro führen kann, wenn keine negativen Beschäftigungswirkungen unterstellt werden.

PDF herunterladen
Fiskalische Kosten eines gesetzlichen Mindestlohns
IW-Trends Nr. 4 25. Dezember 2011 Nicole Horschel / Hagen Lesch

Fiskalische Kosten eines gesetzlichen Mindestlohns

Nicole Horschel / Hagen Lesch Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Berechnungen auf der Basis des IW-Mikrosimulationsmodells zeigen für die kurze Frist, dass ein Mindestlohn in Deutschland in Höhe von 8,50 Euro je Stunde nur dann zu einer fiskalischen Entlastung beim Staat in Höhe von 5 Milliarden Euro führen kann, wenn keine negativen Beschäftigungswirkungen unterstellt werden.

Gehen allerdings infolge eines gesetzlichen Mindestlohns vor allem Arbeitsplätze für geringfügig Beschäftigte verloren, dann entsteht eine fiskalische Belastung von 0,8 Milliarden Euro. Sind auch Vollzeitbeschäftigte in einem größeren Umfang von mindestlohninduzierter Arbeitslosigkeit betroffen, dann erhöht sich die fiskalische Belastung auf 6,6 Milliarden Euro. Langfristig dürfte die negative Bilanz größer ausfallen, weil die Unternehmen weniger investieren und die Arbeitslosen an Humankapital einbüßen.

PDF herunterladen
Fiskalische Kosten eines gesetzlichen Mindestlohns
IW-Trends Nr. 4 25. Dezember 2011 Nicole Horschel / Hagen Lesch

Fiskalische Kosten eines gesetzlichen Mindestlohns

Nicole Horschel / Hagen Lesch Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Mehr zum Thema

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Gewerkschaften: Anhaltendes Repräsentationsdefizit trotz Wandel der Mitgliederstruktur
IW-Kurzbericht Nr. 72 19. Oktober 2026 Lennart Eckle

Gewerkschaften: Anhaltendes Repräsentationsdefizit trotz Wandel der Mitgliederstruktur

Der Anteil der Angestellten an allen abhängig Beschäftigten ist in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gestiegen. Unter den Gewerkschaftsmitgliedern haben Angestellte mittlerweile die Arbeiter als größte Gruppe abgelöst.

Lennart Eckle IW

Artikel lesen
Gutachten 25. August 2026 Hagen Lesch / Lennart Eckle / Sandra Vogel

Europäische Mindestlohnrichtlinie und Stärkung der Tarifbindung

Die EU-Mindestlohnrichtlinie empfiehlt den EU-Mitgliedstaaten zur Sicherung angemessener Mindestlöhne eine tarifvertragliche Reichweite von 80 Prozent.

Hagen Lesch / Lennart Eckle / Sandra Vogel IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880