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IW-Analyse Nr. 96 27. Juni 2014 Hagen Lesch / Alexander Mayer / Lisa Schmid Demografischer Wandel und Tarifpolitik
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Demografischer Wandel und Tarifpolitik
IW-Analyse Nr. 96 27. Juni 2014 Hagen Lesch / Alexander Mayer / Lisa Schmid

Demografischer Wandel und Tarifpolitik

Hagen Lesch / Alexander Mayer / Lisa Schmid Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Durch den demografischen Wandel geht das Erwerbspersonenpotenzial in Deutschland bis 2050 deutlich zurück. Gleichzeitig steigt das Durchschnittsalter der Beschäftigten. Für die Tarifpolitik besteht daher Handlungsbedarf. Allerdings dürfen sich eventuelle Änderungen nicht nur auf die Lohnbildung beschränken, sondern sollten auch die qualitative Tarifpolitik erfassen. Zukünftig müssen die Löhne stärker als bisher auf Arbeitsmarktengpässe reagieren. Da der demografische Wandel nicht nur Branchen, sondern auch einzelne Betriebe unterschiedlich herausfordert, können die Tarifparteien aber immer nur Rahmenbedingungen setzen, die von den Betriebsparteien bei Bedarf umgesetzt werden. Grundsätzlich gilt: Der lohnpolitische Verteilungsspielraum darf auf der Tarifebene nicht vollständig ausgeschöpft werden, damit auf der Betriebsebene der notwendige Spielraum verbleiben kann. Die qualitative Tarifpolitik sollte dazu beitragen, die Erwerbsneigung vor allem von Frauen und älteren Arbeitnehmern zu fördern. Ziel sollte sein, den Erwerbspersonenrückgang durch längere Verweilzeiten im Arbeitsmarkt aufzufangen. Eine Analyse von Demografietarifverträgen zeigt, dass die Weichen dafür in vielen Branchen bereits gestellt sind.

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Hagen Lesch / Alexander Mayer / Lisa Schmid Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

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