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IW-Report Nr. 6 21. Februar 2026 Christian Oberst / Michael Voigtländer Mietentwicklung im (inner-)städtischen Einzelhandel 2018-2025

In dem vorliegenden Report wird die Entwicklung der Einzelhandelsmieten auf Basis von Angebotsdaten analysiert. Dabei findet ein hedonisches Preismodell Anwendung.

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Mietentwicklung im (inner-)städtischen Einzelhandel 2018-2025
IW-Report Nr. 6 21. Februar 2026 Christian Oberst / Michael Voigtländer

Mietentwicklung im (inner-)städtischen Einzelhandel 2018-2025

Christian Oberst / Michael Voigtländer Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

In dem vorliegenden Report wird die Entwicklung der Einzelhandelsmieten auf Basis von Angebotsdaten analysiert. Dabei findet ein hedonisches Preismodell Anwendung.

Erstmalig wurden die Angebotsdaten mit Hilfe von OpenStreetMap-Einzelhandelseinträgen lageentsprechend gewichtet und die zentrale Innenstadtlage über die Fußläufigkeit zur Haupteinkaufsstraße detailliert abgegrenzt.

Dies sind die Kernergebnisse der Untersuchung:

  • Die Mieten im städtischen Einzelhandel sind in den 16 betrachteten Großstädten (Metropolen) im Jahr 2025 um durchschnittlich 6,0 Prozent gestiegen (A7-Städte: +6,4 Prozent). Damit liegt die qualitätsbereinigte Mietpreisentwicklung im großstädtischen Einzelhandel deutlich über der allgemeinen Inflationsrate von rund 2,3 Prozent und kompensiert die schwächere Entwicklung in den Vorjahren.
  • Für die zentrale Innenstadtlage wird im Jahresdurchschnitt ein Preisaufschlag von etwa 60 Prozent zum üblichen Stadtgebiet geschätzt. Dieser ist jedoch im Untersuchungszeitraum (2018 bis 2025) merklich rückläufig (von 69 Prozent auf 52 Prozent). Allerdings wird bei direkter Lage auf der Haupteinkaufsstraße dieser Rückgang kompensiert, insbesondere in den A7-Städten. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich der Einzelhandel in der Innenstadt erholt, dort allerdings zunehmend auf besonders zentrale Standorte konzentriert.
  • Im Jahr 2025 besonders auffällig sind hohe Mietpreissteigerungen bezogen auf die gesamten Stadtgebiete in München (+10,2 Prozent) und Düsseldorf (+9,5 Prozent) sowie bezogen auf die Innenstädte Dortmund (+16,3 Prozent), Bremen (+12,8 Prozent) und München (+12,0 Prozent), wobei Vorjahresvergleiche bei Einzelstandorten aufgrund erhöhter Volatilität und geringeren Beobachtungszahlen vorsichtig zu interpretieren sind.
  • Für den Gesamtzeitraum (2018 bis 2025) überwiegen jahresdurchschnittliche Mietpreisentwicklungen zwischen 2 Prozent und 4 Prozent pro Jahr, sowohl bezogen auf das gesamte Stadtgebiet als auch fokussiert auf die Innenstadt. Ausreißer: Bremen mit der stärksten mittelfristigen Mietpreisentwicklung (+4,7 Prozent pro Jahr, sowohl im gesamten Stadtgebiet als auch in der Innenstadt) und Stuttgart mit der schwächsten Entwicklung (+1,8 Prozent im gesamten Stadtgebiet, +0,4 Prozent pro Jahr in der Innenstadt). Trotz dieser geringen Dynamik bleibt Stuttgart – nach München – der zweitteuerste Innenstadtstandort gemessen an den Median-Mieten.
  • Insgesamt zeigen die Ergebnisse aktuell eine Aufwärtstendenz im stationären Handel an, der sowohl auf einer Bereinigung des Marktes – die Zahl der Inserate ist insgesamt gefallen – als auch auf einer weniger dynamischen Entwicklung im Online-Handel beruht.
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Mietentwicklung im (inner-)städtischen Einzelhandel 2018-2025
IW-Report Nr. 6 21. Februar 2026 Christian Oberst / Michael Voigtländer

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Christian Oberst / Michael Voigtländer Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

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