1. Home
  2. Presse
  3. Pressemitteilungen
  4. Wohneigentum: Was Deutschland von seinen europäischen Nachbarn lernen kann
Zeige Bild in Lightbox
(© Foto: iStock)
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Michael Voigtländer / Pekka Sagner Pressemitteilung 10. Juni 2021

Wohneigentum: Was Deutschland von seinen europäischen Nachbarn lernen kann

Obwohl Immobilienbesitz an Attraktivität gewonnen hat, stagniert die Wohneigentumsquote. Dank niedriger Zinsen wurden die steigenden Preise vielerorts überkompensiert. Eine neue IW-Studie im Auftrag der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit zeigt, dass die Kosten für ein Annuitätendarlehen in 50 untersuchten Städten um durchschnittlich 6 Prozent gesunken sind.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Wohneigentum hat viele Vorteile: die Altersvorsorge wird gestärkt, die Vermögensverteilung gleichmäßiger und Gentrifizierung kann verhindert werden. Doch gerade jüngeren Haushalten fehlt oft das notwendige Eigenkapital. In einem Gutachten hat das IW geprüft, wie sieben europäische Länder den Zugang zu Wohneigentum gestalten. Neben der Haltung zu Wohneigentum wurden insbesondere analysiert, wie die Grunderwerbsteuer gestaltet ist, wie das selbstgenutzte Wohneigentum steuerlich behandelt wird und welche weiteren Unterstützungen es bei der Finanzierung gibt. Hieraus lassen sich drei wesentliche Handlungsempfehlungen ableiten.

Vorbild britisches Modell

Erstens sollte die Grunderwerbsteuer reformiert werden. Als Vorbild könnte hierfür das britische Modell mit einem Freibetrag und einem Stufentarif dienen. Durch dieses Modell werden Haushalte, die kleine und günstige Wohnungen kaufen, entlastet, während Haushalte, die große Wohnungen in guten Lagen kaufen, stärker belastet werden. Für vermietete Objekte sollte wie bisher ein Pauschalsteuersatz gelten.

Zweitens sollte nach niederländischem Vorbild eine Kreditausfallversicherung für Hypothekendarlehen eingeführt werden. Sie schafft einerseits Planungssicherheit, und zum anderen können Banken aufgrund der höheren Sicherheit auf Eigenkapital der Kundinnen und Kunden verzichten. Flankiert werden sollte solch ein System durch Sozialdarlehen nach französischem Beispiel. 

Mit Wohneigentum gegen Altersarmut

Drittens schließlich sollte die Haltung zu Wohneigentum in Deutschland überdacht werden. Wohneigentum spielt nicht nur für die individuelle Vermögensbildung eine wichtige Rolle, sondern trägt dazu bei, Altersarmut zu vermeiden. „Dadurch wird die Akzeptanz der Sozialen Marktwirtschaft gestärkt, da ein größerer Teil der Bevölkerung an Wertsteigerungen partizipiert. Die Politik ist daher gut beraten, das Aufstiegsversprechen durch Wohneigentum in den Fokus zu nehmen“, fasst IW-Immobilienökonom Michael Voigtländer zusammen.  

PDF herunterladen
Wohneigentumspolitik in Europa
Pekka Sagner / Michael Voigtländer Gutachten 10. Juni 2021

Wohneigentumspolitik in Europa

Gutachten im Auftrag der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit

PDF herunterladen Zitieren

Kopieren Sie die Informationen:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Wie die EU die 2030-Klimaziele in den Sektoren Straßenverkehr und Gebäudewärme erreichen kann
Roland Kube / Finn Wendland IW-Policy Paper Nr. 13 14. Juli 2021

Wie die EU die 2030-Klimaziele in den Sektoren Straßenverkehr und Gebäudewärme erreichen kann

Zur Umsetzung des Europäischen Green Deals plant die Europäische Kommission im Juli 2021 eine umfangreiche Erneuerung der europäischen Klimaschutzinstrumente. Diese Studie beleuchtet die geplante Neuausrichtung der klimapolitischen Leitinstrumente.

IW

Artikel lesen
Berthold Busch IW-Kurzbericht Nr. 47 7. Juli 2021

Es geht nicht nur um die Wurst

Die EU und das Vereinigte Königreich streiten sich über die Auslegung des Protokolls zu Irland/Nord­irland, das zu einer imaginären Grenze in der Irischen See geführt hat. Während die EU auf eine strikte Einhaltung der Vorschriften drängt, möchte die Regierung ...

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880