1. Home
  2. Presse
  3. Pressemitteilungen
  4. Mietpreisentwicklung: Wo mieten günstiger geworden ist
Zeige Bild in Lightbox
Die kreisfreie Stadt Kempten im Allgäu. Hier sind die Mietpreise mit am stärksten gestiegen. (© Foto: iStock)
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Michael Voigtländer / Pekka Sagner Pressemitteilung 17. Januar 2020

Mietpreisentwicklung: Wo mieten günstiger geworden ist

In vielen deutschen Großstädten mangelt es an Wohnraum – die Mieten sind in den vergangenen Jahren teils stark gestiegen. Eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt jedoch, dass der Wohnraum in weiten Teilen des Landes günstiger geworden ist. Grund dafür ist die gute Lohnentwicklung.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

In 269 von 401 deutschen Kreisen ist das Wohnen zur Miete preiswerter geworden. Der Medianbruttolohn in Deutschland stieg von 2014 bis 2018 um fast zehn Prozent auf 3.312 Euro. Die eine Hälfte der Deutschen verdient mehr, die andere weniger. Gleichzeitig stiegen die Neuvertragsmieten in Wohnungen und Häusern, die nicht zum ersten Mal vermietet waren, um durchschnittlich 8,5 Prozent. 

Eine deutliche Dreiteilung Deutschlands

Besonders in den neuen Bundesländern leben die Deutschen günstiger als noch im Jahr 2014. In Jena beispielsweise sind die Löhne deutlich stärker gestiegen als die Mieten – die Differenz liegt hier bei knapp zwölf Prozentpunkten. Ein Grund: Da auch die Unternehmen im Osten unter dem Fachkräftemangel leiden, orientieren sich die Firmen zunehmend an westdeutschen Löhnen. Anders ist die Lage in Westdeutschland: In vielen Regionen, wie beispielsweise dem nordrhein-westfälischen Hamm, sind sowohl die Bruttolöhne als auch die Mietpreise gestiegen: Wohnen ist dort relativ gesehen also weder teurer noch günstiger geworden. Dagegen sind in Baden-Württemberg und im Süden von Bayern die Mieten wesentlich schneller gestiegen als die Löhne. Vor allem die Bewohner Kemptens sind davon stark betroffen: Die Löhne stiegen zwar um zehn Prozent, die Mieten aber um 33 Prozent. 

Hamburg als Vorreiter

In vielen Großstädten steigen die Mieten schneller als oder gleich schnell wie die Löhne – mit einer Ausnahme: In Hamburg erhöhten sich die Mieten um rund drei Prozent, während die Löhne um knapp neun Prozent stiegen. Denn im Vergleich zu Berlin und München konnte die Hansestadt die immense Nachfrage durch zahlreiche Neubauten decken. Daran könnten sich die anderen Ballungsräume ein Beispiel nehmen: Die hohe Wohnungsnachfrage durch Neubauten ausgleichen und gezielt Haushalte unterstützen, die von der positiven Lohnentwicklung nicht profitiert haben. „Eine allgemeine Wohnungsnot, die weite Teile der Bevölkerung betrifft, sehen wir nicht“, sagt IW-Immobilienexperte Michael Voigtländer. „Dennoch bleibt es eine Herausforderung, genügend Wohnraum bereitzustellen.“

Inhaltselement mit der ID 6634

Mieten- und Lohnentwicklung in den Regionen

Inhaltselement mit der ID 6633
Datei herunterladen

Michael Voigtländer / Pekka Sagner: Entwicklung von Löhnen und Mieten - dreigeteiltes Deutschland

IW-Kurzbericht

Datei herunterladen

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Ist der Tod der Innenstädte noch aufzuhalten?
Michael Voigtländer im Podcast 1aLage Audio 22. Oktober 2021

Ist der Tod der Innenstädte noch aufzuhalten?

Schon lange war die Situation problematisch. Durch die Coronapandemie hat sich die Lage in den Innenstädten noch einmal verschärft. Immer mehr Kunden entscheiden sich für den Online-Handel. Die Folgen: Umsatzrückgänge, vermehrte Leerstände, die Bestandshalter ...

IW

Artikel lesen
Pekka Sagner in Standpunkt. der IREBS Immobilienakademie Externe Veröffentlichung 21. Oktober 2021

Aus der Stahlhütte nach (n)irgendwo: Welchen Beitrag können Unternehmen zur Wohnstandortentscheidung der Alten von heute und morgen leisten?

Wir alle wohnen – Unternehmen spielen dabei eine entscheidende Rolle. Und dabei sei, zumindest zunächst, sogar von Immobilienunternehmen abgesehen. Menschen zieht es dorthin, wo es Arbeit gibt, und Unternehmen brauchen Arbeitskraft dort, wo sie sind. ...

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880