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Chinesische Autos im Hafen von Shanghai: Zuletzt sind die Importe aus China stark zurückgegangen, Grund sind die europäischen Ausgleichszölle. (© Foto: Getty Images / NurPhoto)
Pressemitteilung 24. Juli 2025 Jürgen Matthes

EU-China-Gipfel: Handel mit China gerät weiter ins Ungleichgewicht

In den ersten fünf Monaten des Jahres sind die deutschen Exporte nach China um rund 14 Prozent zurückgegangen. Zeitgleich importierte Deutschland zehn Prozent mehr aus Fernost, zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). China spielt dabei mit unfairen Mitteln, die EU muss sich dagegen wehren.

In den vergangenen Jahren war das Credo in Deutschland im Umgang mit China klar: Diversifizieren,  Abhängigkeiten reduzieren, bloß nicht denselben Fehler begehen wie im Falle Russlands. Doch neue IW-Berechnungen zeigen, dass es zuletzt ganz anders kam. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres hat Deutschland sogar rund zehn Prozent mehr aus China importiert, aber rund 14 Prozent weniger dorthin exportiert. China ist damit inzwischen das Gegenteil eines vermeintlichen Wachstumsmarkts für die deutsche Exportwirtschaft. 

Warenflut nach Deutschland

Besonders drastisch entwickelte sich der Außenhandel mit Metallerzeugnissen: Während die Exporte nach China um rund 25 Prozent schrumpften, stiegen die Importe wiederum um 25 Prozent an. Vor allem bei Kraftwagen (- 36 Prozent Exporte), aber auch bei elektrischen Ausrüstungen (-16 Prozent Exporte) entwickeln sich die Zahlen unterdurchschnittlich schlecht. Mit den sinkenden Exporten und den steigenden Importen fällt auch die deutsche Wertschöpfung und Beschäftigung. 

China spielt mit unfairen Mitteln

„Der China-Schock ist da“, sagt IW-Außenhandelsexperte und Studienautor Jürgen Matthes. Dass die chinesische Regierung ihre Unternehmen massiv subventioniert, sei schon lange bekannt. „Bislang hatten wir aber noch nicht auf dem Schirm, dass der Yuan gegenüber dem Euro künstlich unterbewertet ist, und zwar in großem Ausmaß“, so Matthes. Das erkläre die extrem unterschiedliche Entwicklung von Exporten und Importen. Die Subventionen und die Yuan-Unterbewertung sorgten dafür, dass chinesische Firmen zu extrem niedrigen Preisen verkaufen können. „China spielt mit unfairen Mitteln, das ist nicht mehr zu tolerieren. Es beschleunigt die De-Industrialisierung in Deutschland. Die EU sollte sich handelspolitisch dagegen wehren, um gleiche Bedingungen für alle zu schaffen“, so Matthes. Im Falle der europäischen Ausgleichszölle auf chinesischen E-Autos wirkt die Gegenwehr: Hier sind die Importe entgegen dem Trend mit 38 Prozent stark gesunken.

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Problematische Entwicklung des Außenhandels mit China in 2025
IW-Kurzbericht Nr. 65 24. Juli 2025 Jürgen Matthes

Der China-Schock ist da: Problematische Entwicklung des Außenhandels mit China in 2025

Jürgen Matthes Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

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