1. Home
  2. Presse
  3. IW-Nachrichten
  4. Trotz überraschendem Wachstum: „Deutschland bleibt das Sorgenkind der EU“
Zeige Bild in Lightbox Ansicht von oben. Ein Fahrzeug bewegt einen Schiffscontainer durch ein Hafengelände.
(© Sean Gallup/Getty Images)
IW-Nachricht 30. Oktober 2024 Thomas Obst

Trotz überraschendem Wachstum: „Deutschland bleibt das Sorgenkind der EU“

Die deutsche Wirtschaft ist im dritten Quartal überraschend gewachsen. Doch das ändert wenig an der generellen Lage, sagt IW-Konjunkturexperte Thomas Obst. Deutschland bleibt in der Krise.

„Die Konjunkturzahlen sind ein leichter Hoffnungsschimmer, mehr aber auch nicht: Deutschland bleibt das Problemkind der Eurozone. Auf Jahressicht rechnen die meisten immer noch mit einer Rezession, Deutschland steckt in der Stagnation fest. Das Wachstum wurde vor allem durch die staatlichen und privaten Konsumausgaben getrieben. Dank sinkender Inflation und hoher Tarifabschlüsse haben die Menschen wieder mehr Geld im Portemonnaie. Das macht sich im Konsum bemerkbar und dürfte auch so bleiben – vorausgesetzt, die Situation am Arbeitsmarkt verschlechtert sich nicht weiter.

Die Alarmsignale bleiben unübersehbar: Nach wie vor ist die Auftragslage in der Industrie schwach, die zunehmende Fragmentierung der Weltwirtschaft belastet die Unternehmen. Dazu kommt eine schleppende Investitionstätigkeit, an der auch der Bund eine Mitschuld hat. Für einen echten Aufschwung muss sich vieles ändern – die Themen sind allen Beteiligten bekannt:  Hohe Steuern und Energiepreise, bürokratische Lasten und die im internationalen Vergleich hohen Lohnstückkosten machen den Standort unattraktiv. Zudem muss die Bundesregierung dringend die katastrophale Infrastruktur im Land sanieren und mehr Geld investieren.“

Mehr zum Thema

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Die deutsche Wirtschaft wächst, weil der Staat mehr investiert.
Pressemitteilung 7. Oktober 2026 Michael Grömling

Konjunktur: Wachstum kommt seit 2020 nur vom Staat

Die deutsche Wirtschaft wächst seit sechs Jahren nur noch, weil der Staat mehr ausgibt – aus eigener Kraft schafft die gesamte Privatwirtschaft derzeit kein Wachstum, zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

Michael Grömling IW

Artikel lesen
IW-Report Nr. 40 7. Oktober 2026 Michael Grömling

Staatliche und private Konjunkturimpulse in Deutschland

Das konjunkturelle Umfeld der deutschen Wirtschaft hat sich in den letzten Jahren durch vielfältige Schocks in Teilen drastisch verändert. In sektoraler Hinsicht haben sich bei den Investitionen und beim Konsum markante Divergenzen aufgebaut.

Michael Grömling IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880