1. Home
  2. Presse
  3. IW-Nachrichten
  4. Der differenzierte Blick lohnt
Zeige Bild in Lightbox Der differenzierte Blick lohnt
(© Foto: Robert Angermayr - Fotolia)
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Ressourcen und Emissionen IW-Nachricht 13. August 2015

Der differenzierte Blick lohnt

Heute ist „Erdüberlastungstag“ – das behauptet zumindest ein Aktionsbündnis verschiedener Umweltaktivisten. Demnach ist das der Tag, an dem die nachhaltig nutzbaren Ressourcenvorräte der Erde bereits für das gesamte Jahr erschöpft sein sollen. Besonders im Fokus: die CO2-Emissionen. Doch indem sie diese ins Spiel bringen, vermengen die Aktivisten zwei Perspektiven, die schlichtweg nicht zusammengehören.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Zum einen geht es nämlich um den Verbrauch von Ressourcen, zum anderen um das Gegenteil: die Aufnahmefunktion von Wäldern und anderen sogenannten Kohlenstoffsenken. Erstere – die natürlichen Ressourcen, sowohl nachwachsende als auch endliche – sind für unseren derzeitigen Verbrauch ausreichend vorhanden. Das Beispiel Öl zeigt, dass trotz anderslautender Prognosen immer wieder neue Quellen erschlossen werden. Bei Metallen, die in der Industrie zum Einsatz kommen, gibt es zwar Versorgungsrisiken, aber insgesamt ausreichende Vorkommen.

Problematisch sind mit Blick auf die Ressourcen einzig regionale Engpässe, denn bei diesen geht es meist um Verteilungsfragen. So ist vor allem die Ressource Trinkwasser in vielen Weltregionen knapp, zum Beispiel hierzulande jedoch im Überfluss vorhanden.

Ganz anders sieht es mit Blick auf klimaschädliche Treibhausgase aus. Denn die natürlichen Kohlenstoffreservoirs der Erde – in erster Linie Wälder – sind nur begrenzt in der Lage, die steigenden weltweiten CO2-Emissionen aufzunehmen. Deshalb ist es von entscheidender Bedeutung, dass beim Weltklimagipfel in Paris ein Abkommen der größten CO2-Emittenten zustande kommt. Andernfalls verpuffen die europäischen Bemühungen, den Treibhausgasausstoß zu senken, durch die stark steigenden Emissionen in China und Indien.

Entsprechend hilft es wenig, pauschal einen „Erdüberlastungstag“ auszurufen, der unnötig Ängste schürt, statt differenziert zu benennen, wo es Handlungsbedarf gibt – und wo nicht.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Ampel macht Mut
Andreas Fischer / Malte Küper IW-Nachricht 2. Dezember 2021

Erneuerbare Energien: Ampel macht Mut

Die Ampel-Parteien haben sich in ihrem Koalitionsvertrag ambitionierte Ziele für den Ausbau erneuerbarer Energien gesetzt. Neue Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigen, dass rund 172 Millionen Tonnen CO2 zusätzlich eingespart werden ...

IW

Artikel lesen
Bärbel Egenolf-Jonkmanns / Christoph Glasner / Ulrich Seifert / Malte Küper / Thilo Schaefer / Frank Merten / Alexander Scholz / Ansgar Taubitz Externe Veröffentlichung 18. November 2021

Bewertung der Realisierbarkeit von Wasserstoffimporten gemäß den Zielvorgaben der Nationalen Wasserstoffstrategie bis zum Jahr 2030

Deutschland hat sich im Zuge des EU-Beitritts zum Pariser Klimaabkommen 2015 dazu verpflichtet, bis zur Mitte des Jahrhunderts weitgehend klimaneutral zu sein. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass die globale Erderwärmung bis Ende des Jahrhunderts ...

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880