1. Home
  2. Presse
  3. IW-Nachrichten
  4. Digitaler, aber nicht produktiver
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Technologische Revolution IW-Nachricht 18. Mai 2016

Digitaler, aber nicht produktiver

Die positiven Effekte der Digitalen Revolution für die Wirtschaft sind zurzeit noch kaum sichtbar. Insbesondere die gesamtwirtschaftliche Produktivität steckt in einer historischen Krise. Das könnte sich durch eine stärkere Nutzung von Industrie-4.0-Technologien ändern – vor allem deutsche Unternehmen müssen hier aufholen.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Die Arbeitswelt wird digitaler, schneller, effizienter – statistisch gesehen wächst die Produktivität in vielen Industrieländern trotzdem langsamer. Darauf weist eine noch unveröffentlichte Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hin. Die Digitalisierung erhöht die Produktivität demnach erst nach einigen Jahren. In der Anfangsphase technologischer Revolutionen ist eine schwache Produktivitätsentwicklung nicht ungewöhnlich. Unternehmen müssen zunächst viel Geld ausgeben, um Mitarbeiter auszubilden und neue Arbeitsstrukturen zu schaffen. Das sind Investitionen, die sich erst in Zukunft auszahlen.

Dennoch ist es für Unternehmen der richtige Weg, die Wertschöpfungskette zu digitalisieren. Deutsche Firmen müssen allerdings noch mehr Geld in die Hand nehmen, um international mithalten zu können. Bislang haben sie bezüglich der Digitalisierung noch einiges an Potenzial. Ein Großteil der deutschen Unternehmen setzt in seiner Kommunikation mit anderen Konzernen immer noch auf den persönlichen Kontakt. In Großbritannien nutzen längst zwei Drittel eine automatisierte Informationsverarbeitung.

Wie groß der Vorsprung Großbritanniens inzwischen im Bereich der Digitalisierung ist, zeigt auch eine aktuelle Studie des Conference Board, einem US-amerikanischen Think Tank in New York: Demnach konsumierten die Deutschen im Jahr 2012 digitale Dienstleistungen im Wert von 1,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Das ist zwar mehr als in dem Bereich investiert wurde, der Abstand zu Großbritannien ist aber weiterhin groß. Hier machen digitale Dienstleistungen bereits 3 Prozent des BIP aus.

Vieles deutet darauf hin, dass die vierte industrielle Revolution in eine neue Phase übergeht – in die Phase, in der sich die Investitionen langsam auch lohnen. Doch nur wenn Infrastruktur und Know-how vorhanden sind, können Unternehmen die positiven Effekte auch nutzen.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
„Chinese Stakes in the Port of Hamburg Do Not Comply With Previous Regulations“
Christian Rusche im Marketplace Morning Report Podcast Audio 26. Oktober 2022

„Chinese Stakes in the Port of Hamburg Do Not Comply With Previous Regulations“

The Chinese state-owned shipping company Cosco is getting a 24.9 percent stake in the Port of Hamburg. As Europe's fourth-largest port, it makes sense that China would want this influence. However, the high share is not necessary, says IW-expert Christian ...

IW

Artikel lesen
Christoph Schröder IW-Trends Nr. 3 21. Oktober 2022

Kostenwettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie in Zeiten multipler Krisen

Im Durchschnitt waren die deutschen Lohnstückkosten 2021 um 13 Prozent höher als in den 27 Ländern des IW-Vergleichs und um 8 Prozent höher als im Euro-Ausland. Die hierzulande überdurchschnittlich hohe Produktivität der Industrie reichte nicht aus, um den ...

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880