1. Home
  2. Presse
  3. IW-Nachrichten
  4. Ausländische Direktinvestitionen in Deutschland 2025 mehr als verdoppelt
Zeige Bild in Lightbox U.S. President Trump Says 25% Tariffs On Europe Coming Soon
Autos warten in Bremerhaven auf die Verschiffung. (© Getty Images)
IW-Nachricht 25. Januar 2026 Jürgen Matthes

Ausländische Direktinvestitionen in Deutschland 2025 mehr als verdoppelt

Nach Jahren mit Investitionsabflüssen verzeichnet Deutschland wieder einen Netto-Zufluss an Direktinvestitionen. Das zeigt eine Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Eine Rolle spielt dabei wohl auch die Politik von US-Präsident Donald Trump.

Zum ersten Mal seit Jahren haben ausländische Unternehmen mehr Kapital in Deutschland investiert, als deutsche Unternehmen im Ausland angelegt haben. Nach einer IW-Schätzung auf Basis von Bundesbank-Zahlen überstiegen die Direktinvestitionen ausländischer Unternehmen im Jahr 2025 die Abflüsse um rund zehn Milliarden Euro. Abgesehen von der Sondersituation des ersten Corona-Jahrs ist es das erste Mal seit 2003. Im Schnitt der Jahre 2000 bis 2024 flossen dagegen netto rund 25 Milliarden Euro im Jahr aus Deutschland ab.

Ausländische Investitionen mehr als verdoppelt

Insgesamt investierten ausländische Unternehmen im Jahr 2025 hochgerechnet 96 Milliarden Euro in Deutschland. Das entspricht mehr als einer Verdopplung gegenüber den 43 Milliarden des Vorjahrs. Deutsche Unternehmen investierten im gleichen Zeitraum rund 86 Milliarden Euro im Ausland – ein wohl auch wegen der heimischen Wirtschaftsschwäche leicht unterdurchschnittlicher Wert: Im Schnitt lagen die deutschen Auslandsinvestitionen seit der Jahrtausendwende bei rund 95 Milliarden Euro. 

Berechenbarkeit für ausländische Unternehmen attraktiv

Dennoch ist die Entwicklung ein positives Signal. „In einer immer unsichereren Welt zählt Berechenbarkeit mehr als früher“, sagt IW-Handelsexperte Jürgen Matthes. Donald Trumps fortwährende und erratische Drohungen dürften dagegen nicht nur den Partnern, sondern auch der US- Wirtschaft schaden. „Rechtssicherheit und Kalkulierbarkeit werden im globalen Wettbewerb zum Standortvorteil für Deutschland.“ Dazu komme, dass Deutschland auch als Forschungsstandort hochattraktiv bleibe.

Zur Methodik: Die Auswertung basiert auf Zahlen der Deutschen Bundesbank. Da bislang nur Daten für die Monate Januar bis November vorliegen, sind die Werte für Dezember und damit auch für das Gesamtjahr hochgerechnet. Zudem stehen die Zahlen unter dem Vorbehalt möglicher Revisionen.
 

Inhaltselement mit der ID 15163

Mehr zum Thema

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Macron und Merz fordern neue EU-Befugnisse gegen unfaire Marktverzerrungen.
IW-Nachricht 6. Oktober 2026 Jürgen Matthes

China-Handel: Höchste Zeit, dass die EU sich zu wehren lernt

Deutschland und Frankreich fordern vor der entscheidenden China-Reise von EU-Handelskommissar Šefčovič eine handelspolitische Allzweckwaffe gegen Marktverzerrungen. Der Vorstoß ist richtig.

Jürgen Matthes IW

Artikel lesen
Pressemitteilung 6. Oktober 2026 Samina Sultan / Jürgen Matthes

Deutsche Auslandsinvestitionen: Seit 2010 mehr als verdoppelt

Deutsche Unternehmen haben den Wert ihrer Direktinvestitionen im Ausland seit 2010 mehr als verdoppelt, zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Gründe hierfür sind vermehrt niedrige Produktionskosten im Ausland. Das kann zu Lasten des deutschen Standortes gehen.

Samina Sultan / Jürgen Matthes IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880