1. Home
  2. Presse
  3. IW-Nachrichten
  4. Corona-Hilfen: Weiterhin zu wenig und zu spät
Zeige Bild in Lightbox
(© Foto: GettyImages)
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Hubertus Bardt IW-Nachricht 15. Februar 2021

Corona-Hilfen: Weiterhin zu wenig und zu spät

Die neuerliche Verlängerung des Lockdowns verschärft die Lage vieler Unternehmen in Deutschland dramatisch: Noch immer ist für sie einerseits kein Licht am Ende des Tunnels zu erkennen, andererseits fließen die vollmundig angekündigten staatlichen Hilfen weiterhin nur spärlich. Das gefährdet Existenzen und die Glaubwürdigkeit der Politik.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Überbrückungshilfe I, II und III, Novemberhilfe und Dezemberhilfe – die von der Politik versprochene Unterstützung für all jene Firmen, die durch den Lockdown ihre Geschäftsgrundlage verloren haben, hat mittlerweile viele Namen.

Bislang sind nur wenige Hilfsgelder geflossen

Leider haben sie alle eine Gemeinsamkeit: Sie werden nur sehr langsam ausgezahlt. So stellt der Bundeshaushalt für 2021 zwar 39,5 Milliarden Euro Überbrückungshilfe III sowie November- und Dezemberhilfen zur Verfügung, abgeflossen sind aber erst rund fünf Milliarden Euro.

Besonders deutlich ist das Problem bei den Novemberhilfen: Von den angekündigten 15 Milliarden Euro sind gerade einmal 3,4 Milliarden ausgezahlt. Auch wenn der Bedarf zu Beginn möglicherweise überschätzt war, erklärt das nicht die langsame Umsetzung der Hilfen – drei Monate nach Beginn des Winter-Lockdowns warten Unternehmen noch immer auf Unterstützung.

Es geht um Glaubwürdigkeit und Existenzen

Natürlich ist jede Hilfe, die momentan ausgezahlt wird, besser als keine. Von schneller Hilfe kann angesichts der Umsetzungsprobleme aber nicht gesprochen werden. Dabei ist Schnelligkeit bei Hilfe in akuter Not entscheidend. Denn zum einen geht es um die Existenz vieler Unternehmen, die nicht länger aus eigener Kraft und mit privatem Geld die aktuelle Lage meistern können. Zum anderen geht es um das Vertrauen in die Politik und deren Glaubwürdigkeit. 

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Unternehmen blicken zuversichtlich ins neue Jahr
Michael Grömling Pressemitteilung 4. Dezember 2021

IW-Konjunkturumfrage: Unternehmen blicken zuversichtlich ins neue Jahr

Die Stimmung der deutschen Unternehmen bessert sich: Für das kommende Jahr erwartet fast jedes zweite eine höhere Produktion und ein besseres Geschäft. Die positiven Aussichten machen sich trotz steigender Infektionszahlen in allen Branchen bemerkbar, zeigt ...

IW

Artikel lesen
Christiane Flüter-Hoffmann / Andrea Kurtenacker / Jörg Schmidt IW-Nachricht 3. Dezember 2021

Tag der Menschen mit Behinderungen: Brücken bauen und Barrieren beseitigen

Zwar ist mehr als die Hälfte der Menschen mit einer Schwerbehinderung erwerbstätig, aber es gibt noch ungenutztes Potenzial. Viele arbeitslose Menschen mit einer Schwerbehinderung sind gut qualifiziert. Zentral bleibt die Frage, wie mehr Teilhabe am ...

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880