1. Home
  2. Presse
  3. IW-Nachrichten
  4. Von einem Währungskrieg keine Spur
Zeige Bild in Lightbox Von einem Währungskrieg keine Spur
(© Foto: chungking - Fotolia)
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Chinesischer Yuan IW-Nachricht 12. August 2015

Von einem Währungskrieg keine Spur

Die chinesische Wirtschaft hat in den vergangenen Jahren deutlich an Schwung verloren. Jetzt hat die Zentralbank den Renminbi abgewertet. Doch anders als oft behauptet, ist kein Währungskrieg zu befürchten: Die Abwertung ist lediglich eine logische Reaktion auf die schwache Wirtschafts- und die starke Dollarentwicklung in den vergangenen Monaten.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Die chinesische Währung verliert an Wert – wegen der Eingriffe der chinesischen Zentralbank in den Devisenmarkt. Dies sorgt für Unruhe an den Finanzmärkten und das Wort Währungskrieg schürt weltweit Ängste. Doch eine genaue Betrachtung der Yuan-Entwicklung zeigt, dass diese Ängste weitgehend unbegründet sind. Denn: Wäre der Wechselkurs flexibel, hätte die chinesische Währung schon längst einen Sinkflug gegenüber dem US-Dollar erlebt – ähnlich wie es bei den Währungen anderer Schwellenländer und dem Euro geschehen ist.

Die enge Bindung des chinesischen Renminbi an den US-Dollar war eine gute Strategie, als er noch mit einem schwachen Dollar verbunden war – so konnten die chinesischen Währungshüter die Exporte in der Zeit vor der Wirtschaftskrise zumindest kurzfristig stimulieren. Doch aktuell geht die Strategie ob des starken Dollars nicht mehr auf, denn die chinesische Währung musste aufgrund der Wechselkursbindung dem Dollar-Trend folgen: Heute ist der Yuan aus Sicht des Euroraums um 15 Prozent teurer als vor einem Jahr. Auch viele andere Währungen haben gegenüber dem US-Dollar und somit gegenüber dem Yuan stark an Wert verloren.

Dass der US-Dollar aufgewertet hat, ist nachvollziehbar und wurde erwartet: Die Stabilität in den USA und die dortige Wachstumsdynamik nehmen zu. Für den Yuan und China sind die Vorzeichen dagegen andere – das Wirtschaftswachstum geht zurück und die chinesischen Finanzmärkte stehen auf wackeligen Beinen. Somit ist es eine natürliche, nachvollziehbare Reaktion der Zentralbank, den Yuan abzuwerten und damit für eine Korrektur zu sorgen. Mit einem Währungskrieg sollte das niemand verwechseln.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Wichtige Lichtblicke
BIP-Wachstum in der Eurozone IW-Nachricht 14. August 2013

Wichtige Lichtblicke

Die jüngsten Zahlen zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukts zeigen: Die Rezession in der Eurozone ist beendet, der Länderclub hat auf den Wachstumspfad zurückgefunden. Auch in den Krisenländern zeigt sich Licht am Ende des Tunnels – vor allem in Portugal. Das ...

IW

Artikel lesen
Rohstoffe IW-Nachricht 2. Oktober 2012

Barrieren erschweren den Import

Die deutsche Industrie ist auf bezahlbare und zuverlässige Rohstofflieferungen angewiesen. Doch die Exportländer erschweren den Handel.

IW

Inhaltselement mit der ID 8880