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Gutachten 15. Juli 2026 Thorsten Lang / Timo Meiendresch Die Notwendigkeit von Unternehmensgewinnen

Die öffentliche Diskussion dreht sich häufig um vermeintlich überhöhte Unternehmensgewinne. Die Studie im Auftrag der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) analysiert die Datenlage zu Unternehmensgewinnen.

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Die Notwendigkeit von Unternehmensgewinnen
Gutachten 15. Juli 2026 Thorsten Lang / Timo Meiendresch

Die Notwendigkeit von Unternehmensgewinnen

Studie der IW Consult im Auftrag der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. vbw

Thorsten Lang / Timo Meiendresch Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Die öffentliche Diskussion dreht sich häufig um vermeintlich überhöhte Unternehmensgewinne. Die Studie im Auftrag der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) analysiert die Datenlage zu Unternehmensgewinnen.

Dabei zeigt sich ein anderes Bild: Trotz kurzfristiger Schwankungen nahmen die Gewinnanteile im Zeitraum 2015 bis 2025 tendenziell zugunsten steigender Lohnanteile ab. Zudem fällt es insbesondere in der Industrie zunehmend schwieriger, die notwendigen Gewinne verlässlich zu erwirtschaften. Das ist problematisch, denn Gewinne sind keine Randgröße. Sie sind Voraussetzung für Investitionen, Innovationen und Beschäftigung – und damit für die Zukunftsfähigkeit des Standorts Deutschland.

Gewinne sind erforderlich, ihre Höhe wird jedoch durch den Wettbewerb begrenzt

Gewinne sind eine zentrale Voraussetzung für das Funktionieren der Wirtschaftsordnung in Deutschland, der Sozialen Marktwirtschaft. Sie sind der Anreiz, unternehmerisch tätig zu werden und zu investieren. Hohe Gewinne sind das Signal, dass sich Investitionen in bestimmte Tätigkeiten lohnen, weil dort aufgrund der Nachfrage eine ausreichende Zahlungsbereitschaft besteht.

In einer wettbewerblich organisierten Marktwirtschaft sind Gewinne allerdings nicht beliebig steigerbar. Wettbewerb und Wettbewerbspolitik begrenzen in Deutschland die Marktmacht und wirken überhöhten Renditen entgegen.

Kein Trend zu dauerhaft steigenden Gewinnanteilen

Die Studie zeigt, dass sich dauerhaft steigende Gewinnanteile empirisch nicht belegen lassen. Im Zeitraum 2015 bis 2025 ist die Gewinnquote in Deutschland zurückgegangen, während die Lohnquote zugenommen hat.

Ausreichende Gewinne sind notwendig, um Risiken abzudecken, Kapitalkosten zu erwirtschaften und Investitionen zu finanzieren. Für die Gesamtwirtschaft gilt im Durchschnitt weiterhin, dass notwendige Gewinne noch erzielt werden können. In der Industrie ist die Lage jedoch deutlich angespannter. Dort werden erforderliche Renditen vielfach nur noch schwer und nicht verlässlich erreicht.

Wenn Gewinne fehlen, gerät der Standort unter Druck

Unternehmensgewinne setzen Anreize für Investitionen und Innovationen, sichern Arbeitsplätze und werden durch Wettbewerb begrenzt. Bleiben sie aus, sinkt die Investitionsfähigkeit der Unternehmen. Das gefährdet nicht nur Wachstum und Beschäftigung, sondern erschwert auch die Finanzierung der wirtschaftlichen Transformation.

Damit ist die Debatte über Unternehmensgewinne immer auch eine Debatte über die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland.

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Gutachten 15. Juli 2026 Thorsten Lang / Timo Meiendresch

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Studie der IW Consult im Auftrag der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. vbw

Thorsten Lang / Timo Meiendresch Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

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