Der deutsche Mietwohnungsmarkt ist von verschiedenen Anbietergruppen geprägt, wobei insbesondere die Segmente der Privatvermieter (Privatpersonen), der öffentlichen und der gewerblichen bzw. privatwirtschaftlichen Wohnungsunternehmen zu unterscheiden sind.
Privatwirtschaftliche Unternehmen und ihre Wohnungsbestände in Deutschland
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Der deutsche Mietwohnungsmarkt ist von verschiedenen Anbietergruppen geprägt, wobei insbesondere die Segmente der Privatvermieter (Privatpersonen), der öffentlichen und der gewerblichen bzw. privatwirtschaftlichen Wohnungsunternehmen zu unterscheiden sind.
Ein erheblicher Teil wird durch privatwirtschaftliche Unternehmen bewirtschaftet – laut Gebäude- und Wohnungszählung 2022 sind es 3,5 Mio. Mietwohnungen. Die Bestände der privatwirtschaftlichen Unternehmen liegen zu einem hohen Anteil in Groß- und Mittelstädten und damit besonders häufig in Wohnungsmärkten, die über die letzten Jahre von einer zunehmenden Anspannung betroffen sind. Die Unternehmen stehen daher in Bezug auf die Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum und ihre Mietpreisgestaltung im Fokus der öffentlichen Diskussion.
Die Studie verfolgte das Ziel, Informationen zum Bewirtschaftungs- und Investitionsverhalten sowie grundlegende Strukturmerkmale der privatwirtschaftlichen Unternehmen bzw. des von ihnen gehaltenen Wohnungsbestandes zu erheben. Ein besonderer Fokus lag dabei auf Fragen zum Mietpreissetzungs- und -erhöhungsverhalten sowie zur energetischen Modernisierung. Hierzu wurde eine bundesweite Unternehmensbefragung durchgeführt. Informationen auf Unternehmensebene wurden auf Basis eines Papierfragebogens erhoben. Mit Hilfe dieses Unternehmensfragebogens sollten Merkmale, die etwa grundlegende Strukturen und Unternehmensziele betreffen, beleuchtet werden. Durch einen zusätzlichen Wohnungsfragebogen, der als Excel-basierte Abfrage gestaltet war, wurden Informationen auf Ebene von Mietverhältnissen, Wohnungen und Gebäuden erfasst. Für eine vorgegebene Adressstichprobe mit insgesamt 200.000 Anschriften in den 40 größten Städten sollten die entsprechenden Unternehmen Informationen zu wohnungsspezifischen Fragestellungen bereit stellen. Dieser zweiteilige Erhebungsansatz ermöglichte eine spezifische Analyse der im Forschungsprojekt verfolgten Fragestellungen, die insbesondere auch den räumlichen Kontextfaktoren Rechnung tragen sollte.
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