Ziel der besonders von internationalen Organisationen wie der OECD forcierten Konzepte zum „inklusiven Wachstum“ ist es, auf der Basis bestimmter Indikatoren politische Handlungsempfehlungen abzuleiten, damit möglichst alle Bevölkerungsgruppen in adäquater Weise an der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung teilhaben können.
Inklusives Wachstum: Potenziale und Grenzen eines Konzepts
IW-Analyse
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Ziel der besonders von internationalen Organisationen wie der OECD forcierten Konzepte zum „inklusiven Wachstum“ ist es, auf der Basis bestimmter Indikatoren politische Handlungsempfehlungen abzuleiten, damit möglichst alle Bevölkerungsgruppen in adäquater Weise an der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung teilhaben können.
Mit dieser Initiative wird zum einen die bereits seit Längerem laufende Debatte um alternative, über das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner hinausgehende Wohlstandsmaße weitergeführt. Zum anderen wird die Diskussion über das Verhältnis zwischen Wachstum und Verteilung revitalisiert.
Die vorliegende IW-Analyse setzt sich mit den Chancen und Grenzen der Konzepte des inklusiven Wachstums auseinander. Grundsätzlich ist zu begrüßen, auch den Verteilungsaspekten in einem Wachstumskontext verstärkt Augenmerk zu schenken. Es gibt jedoch eine Reihe von Kritikpunkten an den bisher vorliegenden Inclusive-Growth-Konzepten: Sie sind theoriearm, institutionenblind, nicht in einen Wachstumszusammenhang eingebettet und stark normativ geprägt. Bei den Zielindikatoren handelt es sich oftmals um Ergebnisindikatoren statt um Einflussgrößen auf das Wachstum. Darüber hinaus werden Ergebnisgrößen mit entstehungsseitigen Indikatoren vermischt. Daher sollten die bisherigen Konzepte zu einem institutionenorientierten „Inclusive Growth Accounting“ mit einer Fokussierung auf die Wachstumsfaktoren Arbeit, Bildung und Kapital weiterentwickelt werden.
Michael Grömling / Hans-Peter Klös: Inklusives Wachstum – Potenziale und Grenzen eines Konzepts – Eine institutionenökonomische Analyse
IW-Analyse
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
IW-Konjunkturprognose Herbst 2026: Erholung mit vielen Fragezeichen
Das gute erste Halbjahr infolge steigender Exporte und hoher staatlicher Impulse bewirkt ein Plus beim realen Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im Jahr 2026 von knapp 1,2 Prozent. Die Dynamik lässt jedoch wieder nach.
IW
Wie sehr trifft der Wettbewerbsdruck aus China die deutsche Autoindustrie?
Chinesische Autohersteller bauen ihre Marktanteile in Europa aus. Im Handelsblatt-Podcast „Economic Challenges“ analysieren IW-Direktor Michael Hüther und Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup die Zukunft des deutschen Automobilstandorts.
IW