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Markus Demary / Michael Hüther IW-Trends Nr. 1 3. April 2018 Ist die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank noch angemessen?

Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank wird von zwei Seiten kritisiert. Während die eine Seite die geldpolitische Ausrichtung als zu expansiv ansieht, wird der EZB von der anderen Seite vorgeworfen, dass die gemessene Inflationsrate noch immer unterhalb des Inflationsziels liegt.

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Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank wird von zwei Seiten kritisiert. Während die eine Seite die geldpolitische Ausrichtung als zu expansiv ansieht, wird der EZB von der anderen Seite vorgeworfen, dass die gemessene Inflationsrate noch immer unterhalb des Inflationsziels liegt.

Eine Analyse der Angemessenheit dieser Geldpolitik mit einer starken Fokussierung auf das Inflationsziel ist deshalb erforderlich. Zu diesem Zweck muss die Wirksamkeit der Geldpolitik über die einzelnen Übertragungswege untersucht werden. Dieser Beitrag zeigt, dass das aktuelle Umfeld aus sinkender Arbeitslosigkeit und solidem Wachstum bei niedriger Inflation auch das Resultat von angebotsseitigen Effekten der Geldpolitik ist. Diese überwiegen, da die Geldpolitik zurzeit über die nachfrageseitigen Übertragungskanäle infolge der Banken- und Staatsschuldenkrise nur eingeschränkt funktioniert.

So hat die Bilanzbereinigung für die Banken derzeit noch Vorrang vor der Kreditvergabe, während für die Unternehmen die Bilanzbereinigung Vorrang vor neuen Investitionen hat. Deshalb führen die niedrigen Finanzierungskosten zu niedrigem Kostendruck bei den verschuldeten Unternehmen. Eine Normalisierung dieser Übertragungskanäle wird aber durch den Wachstumskurs des Euroraums forciert, sodass auch die Inflationsrate wieder steigen wird. Hieraus leitet sich ab, dass die EZB ihr Inflationsziel weniger streng interpretieren und eine Normalisierung ihrer Geldpolitik nicht allzu lange aufschieben sollte.

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