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Gutachten 14. Juli 2020 Manuel Fritsch / Galina Kolev M+E Industrie: Ökonomische Auswirkungen einer einheitlichen Tarifbindung

Der Tarifvertrag in der Metall- und Elektro-Industrie garantiert einheitliche, hochwertige Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten der tarifgebundenen Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie. Durch die mit dem Tarifvertrag verbundene Friedenspflicht können die Unternehmen im Gegenzug streik- und störungsfrei produzieren.

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Ökonomische Auswirkungen einer einheitlichen Tarifbindung
Gutachten 14. Juli 2020 Manuel Fritsch / Galina Kolev

M+E Industrie: Ökonomische Auswirkungen einer einheitlichen Tarifbindung

Gutachten im Auftrag der Forschungsstelle Tarifautonomie im Institut der deutschen Wirtschaft

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Manuel Fritsch / Galina Kolev Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Der Tarifvertrag in der Metall- und Elektro-Industrie garantiert einheitliche, hochwertige Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten der tarifgebundenen Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie. Durch die mit dem Tarifvertrag verbundene Friedenspflicht können die Unternehmen im Gegenzug streik- und störungsfrei produzieren.

Der Tarifvertrag soll hierbei eine zuverlässige Planungsgrundlage für Beschäftigte und Unternehmen bieten und wettbewerbsfähige Bedingungen für den Standort Deutschland garantieren. Die rückläufige Entwicklung der Tarifbindung im Mittelstand zeigt aber, dass die im Tarifvertrag ausgehandelten Konditionen für Lohn- und Arbeitszeitregelungen von einer steigenden Anzahl von mittelständischen Unternehmen nicht mehr garantiert werden können, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können.

Trotzdem wird politisch darüber diskutiert, tarifliche Regelungen auf Tarifaußenseiter zu erstrecken, um auf diese Weise die Tarifbindung zu stärken. Solche Forderungen nach einer vollständigen Tarifbindung von 100 Prozent lassen außer Acht, dass es sich bei den Firmen, die sich an die Tarifvertragsregelungen binden, um eine Positivselektion wirtschaftlich besonders erfolgreicher Firmen handelt. Vor allem große Firmen aus kapitalintensiven Branchen binden sich aktuell an den ausgehandelten Tarifvertrag, während viele kleine und mittlere Unternehmen es sich zu den bestehenden Tarifkonditionen nicht leisten können, ihr Lohngefüge auf eine solch hohe Ebene zu stellen.

Die Effekte der Einführung einer solchen Tarifbindungspflicht sind mit großen Unsicherheiten verbunden. Als Primäreffekt würden die Arbeitskosten in den heute nicht tarifgebundenen Betrieben stark steigen. Dies könnte die Produktion vieler Betriebe am Standort Deutschland gefährden. Wie groß diese Effekte in der Praxis ausfallen werden, kann auf Basis der heutigen Erkenntnisse nicht exakt bestimmt werden. Ziel ist es vielmehr, den Szenarien der Folgen einer solchen Tarifbindungspflicht zu bestimmen und wahrscheinliche Handlungspfade darzustellen. Die Studie soll entsprechend in verschiedenen hypothetischen Szenarien mögliche volkswirtschaftliche Effekte der Einführung eines flächendecken Tarifvertrags in der Metall- und Elektro-Industrie auf Basis der aktuell ausgehandelten Konditionen untersuchen.

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Ökonomische Auswirkungen einer einheitlichen Tarifbindung
Gutachten 14. Juli 2020 Manuel Fritsch / Galina Kolev

Manuel Fritsch / Prof. Dr. Galina Kolev: Ökonomische Auswirkungen einer einheitlichen Tarifbindung in der M+E Industrie

Gutachten im Auftrag der Forschungsstelle Tarifautonomie im Institut der deutschen Wirtschaft

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Manuel Fritsch / Galina Kolev Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

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