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IW-Trends Nr. 4 25. Dezember 2001 Jörg Beyfuß / Michael Grömling / Holger Schäfer Konjunkturprognose 2002
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Konjunkturprognose 2002
IW-Trends Nr. 4 25. Dezember 2001 Jörg Beyfuß / Michael Grömling / Holger Schäfer

Konjunkturprognose 2002

Jörg Beyfuß / Michael Grömling / Holger Schäfer Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Die Terroranschläge vom 11. September 2001 haben die bereits vorher schwach tendierende Weltwirtschaft in eine ernste Konjunkturkrise gebracht. Die amerikanische Wirtschaft befindet sich nun in einer Rezession. Dies strahlt auf die übrigen Regionen der Weltwirtschaft aus. Die von Unsicherheiten und Ängsten geprägten Erwartungen von Investoren und Verbrauchern werden erst dann ihren konjunkturdämpfenden Einfluss verlieren, wenn die Gefahr terroristischer Anschläge glaubhaft gebannt ist. Bis dahin bleibt der weltwirtschaftliche Konjunkturtrend nur schwer prognostizierbar. Deutschland wird als strukturell wachstumsschwache Volkswirtschaft von den weltwirtschaftlichen Schocks stärker getroffen als andere. So liegt die Bundesrepublik in diesem wie im kommenden Jahr am Ende des europäischen Wachstums-Rankings. Im zweiten Halbjahr 2001 stagniert hierzulande die gesamtwirtschaftliche Produktion. Für den Jahresdurchschnitt errechnet sich ein Wirtschaftswachstum von ¾ Prozent. Im kommenden Jahr könnte ein 1-Prozent-Plus erreicht werden, sofern sich bereits im ersten Quartal 2002 Aufschwungskräfte durchsetzen. In diesem Fall wird die Zahl der Erwerbstätigen im Durchschnitt des kommenden Jahres um 75.000 sinken und die Zahl der Arbeitslosen um rund 100.000 auf knapp 4 Millionen ansteigen. Diese Prognose wird unwahrscheinlich, falls der Anti-Terror-Krieg bis dahin keine überzeugenden Erfolge zeigt. Verzögert sich der Aufschwung auf das Frühjahr 2002, müsste die Wachstumsprognose auf ½ Prozent reduziert werden. Kommt die Konjunkturwende erst zur Jahresmitte, wird die gesamtwirtschaftliche Produktion im kommenden Jahr stagnieren. In diesem ungünstigsten Szenario könnte die Zahl der Arbeitslosen auf bis zu 4,5 Millionen ansteigen.

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Konjunkturprognose 2002
IW-Trends Nr. 4 25. Dezember 2001 Jörg Beyfuß / Michael Grömling / Holger Schäfer

Konjunkturprognose 2002

Jörg Beyfuß / Michael Grömling / Holger Schäfer Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

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