Sie haben durch unterschiedliche Geschäftsmodelle, Unternehmensgrößen und Organisationsstrukturen verschiedene Ausgangspositionen und können mit verschiedenen personellen und finanziellen Ressourcen auf die DSGVO reagieren. Die Fähigkeit und Weise, mit der und auf die Unternehmen mit der DSGVO umgehen, hat damit mittelbare Effekte auf die Position der Unternehmen im wettbewerblichen Umfeld. Aber auch unmittelbar kann es zu Effekten der DSGVO auf die Wettbewerbsposition der Unternehmen kommen. Dies ist dann der Fall, wenn Unternehmen, welche die DSGVO einhalten müssen, mit Unternehmen im Wettbewerb stehen, welche die DSGVO nicht einhalten müssen, etwa bei Wirtschaftsaktivitäten außerhalb der Europäischen Union im Wettbewerb mit nichteuropäischen Unternehmen. Vor diesem Hintergrund untersucht dieser Report auf Basis einer Befragung im Rahmen des IW-Zukunftspanels, welchen Aufwand deutsche Unternehmen durch die Umsetzung und Einhaltung der DSGVO bislang erfahren haben und wie sie die Auswirkungen der DSGVO auf die eigene Wettbewerbsposition einschätzen. Dies ist insbesondere deshalb relevant, als dass Daten zu einer immer wertvolleren Ressource werden. Für die meisten befragten Unternehmen hat die DSGVO keine Vorteile für ihre Wettbewerbsposition. Ein Drittel sieht sogar vor allem Nachteile, insbesondere weil der Aufwand der Umsetzung als sehr hoch eingeschätzt wird. Besonders digitalisierte und innovative Unternehmen sehen die DSGVO hingegen als vorteilhaft für ihre Position im Wettbewerb an. Vor diesem Hintergrund sollten politische Anstrengungen unternommen werden, die DSGVO als internationalen Datenschutzmaßstab zu etablieren, während die Unternehmen stärker bei der Implementierung unterstützt werden sollten.