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IW-Trends Nr. 4 25. Dezember 2006 Winfried Fuest / Jochen Pimpertz Sozialschutz in Deutschland: empirische Bestandsaufnahme und methodische Probleme
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empirische Bestandsaufnahme und methodische Probleme
IW-Trends Nr. 4 25. Dezember 2006 Winfried Fuest / Jochen Pimpertz

Sozialschutz in Deutschland: empirische Bestandsaufnahme und methodische Probleme

Winfried Fuest / Jochen Pimpertz Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Der Umfang der sozialen Sicherung wird für Deutschland stark vereinfacht durch die Sozialleistungsquote beschrieben. Vor dem Hintergrund der aktuellen Reformdiskussion ist die amtliche Berichterstattung aber nur sehr bedingt aussagefähig: Zum einen wurden die Daten nur verspätet und in verkürzter Form aktualisiert. Zum anderen spiegeln sie nur unzureichend die instrumentelle Vielfalt der komplexen und intransparenten Sozialstaatsaktivitäten wider. Ihre Aussagekraft ist darüber hinaus stark eingeschränkt, weil Ausgaben- und Finanzierungsströme nicht systematisch verknüpft werden. Nach dem Nettosozialleistungskonzept der OECD, das die Refinanzierungsoptionen zulasten der Bruttosozialleistungen einbezieht, weist Deutschland für das Jahr 2001 in einem internationalen Vergleich die zweithöchste Quote nach Frankreich auf. Die skandinavischen Wohlfahrtsstaaten Dänemark und Schweden fallen bei der Nettobetrachtung hinter Deutschland zurück, da sie ihre Sozialleistungen stärker mit Abgaben belasten. Dagegen schließen Länder mit niedrigen Ausgangswerten, wie zum Beispiel die USA, zu den europäischen Sozialstaaten auf. Deren Sozialpolitik setzt stärker auf steuerliche Anreize zur Stimulierung freiwilliger anstatt institutionalisierter Ausgaben in den Sozialschutz.

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Sozialschutz in Deutschland: empirische Bestandsaufnahme und methodische Probleme

Winfried Fuest / Jochen Pimpertz Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

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