In der heutigen Zeit nutzen immer mehr Menschen ein Smartphone und sind begeistert von den neuen Möglichkeiten. Wird allerdings in den Medien über die Bedingungen berichtet, unter denen das für die Handys notwendige Erz Coltan abgebaut wird, werden die beteiligten Unternehmen als unmoralisch bezeichnet.
Mitverantwortung und Moral
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
In der heutigen Zeit nutzen immer mehr Menschen ein Smartphone und sind begeistert von den neuen Möglichkeiten. Wird allerdings in den Medien über die Bedingungen berichtet, unter denen das für die Handys notwendige Erz Coltan abgebaut wird, werden die beteiligten Unternehmen als unmoralisch bezeichnet.
Dabei liegt in vielen Haushalten das alte Handy ungenutzt in der Schublade und wird nicht zum Recycling gegeben. So könnte das enthaltene Coltan weiterverwertet werden ohne noch mehr Erz abzubauen. Dies ist nicht das einzige Beispiel für eine gespaltene moralische Bewertung in der Gesellschaft. Allerdings stehen die Unternehmen zu Recht unter Beobachtung – dabei geht es hauptsächlich um Arbeitsbedingungen bei der Produktion, die ökologische Bilanz oder die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen. Gleichzeitig stehen die Unternehmen im internationalen Wettbewerb und damit entsteht ein enormer Spagat zwischen Gewinn und Moral. Die vorliegende IW-Position thematisiert die folgenden Fragen: Wie können Unternehmen den möglichen Konflikt zwischen Gewinn und Moral überwinden? Welche Lösungsansätze bietet die Unternehmensethik? Welche Strategien sind erfolgsversprechend und wie viel Mitverantwortung können Unternehmen sich leisten? Welche Ansprüche der Gesellschaft sind legitim? Lohnt sich nachhaltiges Wirtschaften für die Unternehmen, für die Shareholder und Geldanleger?
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