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Gutachten 3. August 2015 Volker Leinweber / Christoph Schröder Personalzusatzkosten der M+E Industrie im europäischen Vergleich
Gutachten
Personalzusatzkosten der M+E Industrie im europäischen Vergleich
Gutachten 3. August 2015 Volker Leinweber / Christoph Schröder

Personalzusatzkosten der M+E Industrie im europäischen Vergleich

Volker Leinweber / Christoph Schröder Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Die bayerische und deutsche M+E Industrie muss sehr hohe Arbeitskosten schultern. Dabei werden die Kosten nicht nur vom eigentlichen Entgelt, sondern auch von den sog. Personalzusatzkosten beeinflusst, die der Arbeitgeber zusätzlich zu tragen hat.

In der Studie hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag von bayme vbm sowohl Höhe als auch Struktur der Personalzusatzkosten in der europäischen M+E Industrie untersucht. In der deutschen M+E-Industrie betrug die Zusatzkostenquote bezogen auf das Direktentgelt für geleistete Arbeit im Jahr 2012 77,4 Prozent – das war der fünfthöchste Wert im europäischen Vergleich. Im EU-Schnitt lag die Zusatzkostenquote um 5,3 Punkte niedriger.

Verantwortlich für den hohen Wert sind weniger die Sozialversicherungsbeiträge als das sehr umfangreiche Entgelt für arbeitsfreie Tage. Das wiederum liegt daran, dass die Arbeitnehmer hierzulande die europaweit meisten Urlaubs- und Feiertage haben. Im Schnitt steht dadurch nicht einmal drei Viertel des Bruttoentgelts eine unmittelbare Arbeitsleistung entgegen. Dies macht es den heimischen Unternehmen und ihren Beschäftigten weitaus schwerer als für unsere Nachbarn, Lohn- und Kostenerhöhungen durch entsprechende Produktivitätssteigerungen zu kompensieren. Schon seit längerem kann die Produktivität nicht mit den Kostensteigerungen mithalten. Das erhöht die Lohnstückkosten und verschlechtert unsere Wettbewerbsfähigkeit.

Noch ein weiteres Dilemma legt die Studie offen: In kaum einem anderen Land ist der Keil, den Steuern und Abgaben zwischen die von den Arbeitgebern zu tragenden Arbeitskosten und die bei den Arbeitnehmern ankommenden Nettolöhne treiben, größer als in Deutschland. Dies erschwert vor allem die Tarifverhandlungen. Denn Arbeitgeber und Gewerkschaften müssen über Zielgrößen verhandeln, die sehr weit auseinander liegen.

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Personalzusatzkosten der M+E Industrie im europäischen Vergleich

Volker Leinweber / Christoph Schröder Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

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